Carsharing wird langfristig nicht das eigene Auto ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des TÜV Rheinland. Mit zunehmendem Alter würden mehr Menschen einen eigenen Pkw einem Mietwagen vorziehen.

Das Carsharing-Prinzip ist denkbar einfach. Ein Auto kann für eine Strecke von A nach B angemietet und dann einfach wieder abgestellt werden. Außer einem Fahrpreis pro Minute fallen keine weiteren Kosten für Versicherung, Tanken oder Unterhalt an. Laut einer gemeinsamen Studie vom TÜV Rheinland, der Fahrzeugsicherheitsprüfung (FSP) und der Kölner Beratungsgesellschaft BBE wird sich dieser Trend in Zukunft aber nicht entscheidend weiterentwickeln und schon gar nicht das eigene Auto ersetzen. Das liegt vor allem auch daran, dass das Konzept nur in Ballungszentren funktioniert.

Carsharing wird im Wachstum begrenzt bleiben

Dem Ergebnis der Studie zufolge wird Carsharing zwar ein fester Bestandteil der zukünftigen Mobilität bleiben, allerdings sei es unwahrscheinlich, dass die hohen, ursprünglich erwarteten Wachstumsraten dabei erfüllt werden. Nach aktuellem Stand gibt es in Deutschland derzeit rund eine Million Nutzer. Bis 2020 wird ein Zuwachs auf rund zwei Millionen erwartet. Zusammen mit dem gewerblich genutzten Carsharing könnte die Anzahl auf drei Millionen steigen. Den Hauptbestandteil mache allerdings das sogenannte "Free Floating"-Konzept von Anbietern wie Car2Go und Drivenow beim privaten Carsharing aus.

Dass für die meisten Deutschen ihr eigenes Auto nicht zu ersetzen ist, belegen auch die folgenden Zahlen: In Deutschland gibt es rund 45 Millionen Autofahrer, von denen sich nur 16 Prozent vorstellen könnten, ihr Auto zuverkaufen und dauerhaft auf Carsharing umzusatteln. Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 44 Millionen zugelassene Autos - und der Bestand nimmt weiter zu. Dem gegenüber stehen derzeit 5.900 "Free Floating"-Autos und rund 9.000 stationär zu mietende Carsharing-Fahrzeuge.

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