Autos stehen in Flammen, Fensterscheiben sind eingeschlagen: Randale-Schäden, wie Sie gestern bei den Blockupy-Krawallen in Frankfurt an Autos entstanden sind, werden nicht von jeder Kfz-Versicherung übernommen.

Krawallen wie sie jetzt bei den Blockupy-Demonstrationen in Frankfurt treiben Autobesitzern die Schweißperlen auf die Stirn. "Hoffentlich haben die Randalierer nicht auch mein Auto beschädigt", dürfte wohl ein häufiger Gedanke sein. Das Problem: Wurde Ihr Auto in Mitleidenschaft gezogen, kommt es oft drauf an, ob Sie teil- oder vollkaskoversichert sind. Denn nicht jede Versicherung übernimmt auch alle Randale-Schäden.

Die Art des Schadens ist entscheidend

Wird ein Auto von Randalierern angezündet, zahlt die Teilkaskoversicherung den Schaden. Anders sieht es da schon wieder aus, wenn Fahrzeuge "nur" demoliert oder umgeschmissen werden. Finanzielle Schäden, die durch Vandalismus verursacht werden, übernimmt in den meisten Fällen nur die Vollkasko. Hierzu zählen zum Beispiel auch Lackschäden beziehungsweise Lackkratzer.

Ausnahmen bestätigen hier die Regel: Eingeschlagene Autoscheiben werden auch von der Teilkasko ersetzt - dabei ist es egal, ob jemand versucht hat, in Ihr Auto einzubrechen oder einfach so die Scheibe eingeschlagen hat. Gleiches gilt übrigens auch für Autoscheinwerfer.

Zerstochene Reifen und Spray-Attacken

Reifenschäden sind dagegen ein echtes Übel. Hier zahlt in den meisten Fällen weder die Teilkasko- noch die Vollkaskoversicherung. Der Grund: Viele Versicherungen vermuten, dass sich Autofahrer durch selbst hinzugefügte Schäden an den Reifen einen neuen Satz erschleichen wollen.

Wem bei Randalen das Cabrio-Verdeck zerschnitten wird, der bekommt den Schaden von der Vollkasko ersetzt. Die Teilkasko springt nur ein, wenn das Dach mutwillig zerstört wurde, um aus dem Innenraum beispielsweise Radio oder Navigationssystem zu stehlen.

Spray-Attacken auf dem Lack werden ebenfalls nur von der Vollkasko übernommen. Symbole, Slogans und andere Sprüh-Sauereien müssen alle anderen Autofahrer auf eigene Kosten entfernen lassen – es sei denn, der Verursacher wird auf frischer Tat ertappt und gestellt.

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