Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verlangt auf deutschen Straße die Null-Promille-Grenze. Das meldet die "Bild" unter Berufung auf das neue verkehrspolitische Programm. GdP-Chef Oliver Malchow fordert darin "eine verbindliche 0,0-Promillegrenze für Fahrzeugführer sowie eine deutlich abgesenkte Promillegrenze für Radfahrer".

Als Begründung heißt es: "Fahren unter Alkoholeinfluss ist  für jeden zehnten Verkehrstoten verantwortlich. Alkohol und Fahren sind unvereinbar. Alkohol tötet auf den Straßen."

Malchow fordert zugleich verdachtsunabhängige Kontrollen auch mit Blick auf andere Drogen wie etwa etwa Cannabis. "Wir wollen auch die Mitwirkungspflicht der Verkehrsteilnehmer bei verdachtsfreien Kontrollen hinsichtlich Alkohol und anderer berauschender Mittel", sagte der Verbandschef.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert in ihrem verkehrspolitischen Programm darüber hinaus die Abschaffung des Richtervorbehaltes für Blutentnahmen im Bereich von Verkehrsstraftaten. Zusätzlich plädiert die Gewerkschaft für "die Einführung eines Ordnungswidrigkeitstatbestandes für alkoholisierte Fahrradfahrer ab 0,8 Promille Blutalkoholkonzentration (BAK) sowie die Festsetzung des Grenzwertes der absoluten Fahruntüchtigkeit auf 1,1 Promille durch den Gesetzgeber".

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