Der Trend in Deutschland geht zum PS-potenten Neuwagen – das fand nun eine Studie heraus. Grund dafür sind offenbar auch die derzeit recht moderaten Benzinpreise.

Je günstiger die Spritpreise, desto größer anscheinend auch die Lust auf ein PS-starkes Auto: Wie eine Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen jetzt laut der "Welt" ergeben hat, entscheiden sich Neuwagenkäufer mittlerweile immer lieber für antriebsstarke Modelle anstatt für alternative Antriebsmethoden.

Größer, stärker, SUV

"Die niedrigen Preise für Benzin und Dieselkraftstoff lösen bei den Neuwagenkäufern eine Verhaltensänderung weg von nachhaltiger Mobilität aus", heißt es in der Forschungsarbeit. Gekauft würden vermehrt Fahrzeuge mit höherer Motorleistung, im Durchschnitt läge diese bereits bei 143 PS. Vor allem SUVs erfreuen sich anscheinend immer größerer Beliebtheit, während Neuwagen mit umweltfreundlicheren Antriebsmethoden wie Erdgas und Co. der Studie zufolge hingegen eher zu "Mauerblümchen degenerieren".

"In diesem Jahr wird nach unserer Prognose erstmals die Zulassungsgrenze von 600.000 SUV erreicht werden", schreiben die Wissenschaftler nach Angaben der Zeitung. Fast jeder fünfte Neuwagen wäre dementsprechend ein sportlicher Off-Roader. Die Anzahl der bisher im Jahr 2015 zugelassenen Elektroautos sei deutlich geringer und liege bei gerade einmal 6.324 Exemplaren, zieht die Studie Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hinzu.

Mit CO2-Zielen der EU vereinbar?

Hinsichtlich der von der EU geforderten Senkung des CO2-Ausstoßes von 130 Gramm auf 95 Gramm bis 2022 eventuell eine Entwicklung, die früher oder später zum Problem werden könnte. Schließlich müssen Hersteller, die sich dann nicht daran halten, mit hohen Geldstrafen rechnen, wie in der "Welt am Sonntag" zu lesen ist. Ebenso dürfte das Ziel, bis 2017 rund 500.000 Elektroautos auf den Straßen zu haben, kaum noch erreichbar sein, so die "Welt".

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