VW, BMW, Mercedes-Benz und weitere Autobauer müssen sich demnächst in den USA vor Gericht ihrer Verantwortung stellen. Der Vorwurf: Verschweigen einer Gefahr durch schlüssellose Startsysteme.

Die "Automobilwoche" berichtet, dass schlüssellose Startsysteme, wie sie häufig in modernen Pkw zu finden sind, laut der Kläger in den USA in den letzten Jahren zu mindestens 13 Todesfällen durch Kohlenmonoxidvergiftungen geführt haben sollen. Eine Sammelklage wurde Mittwoch bei einem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht, heißt es. Die Kläger wollen nun die Autobauer dazu zwingen, den aus ihrer Sicht verbauten Defekt zu beheben. Ihr Vorwurf lautet, dass die Hersteller die Problematik der Systeme gekannt, aber verschwiegen und die Technik als sicher dargestellt hätten.

Motor läuft stundenlang in der Garage

Angeklagt sind neben den deutschen Herstellern (VW inklusive Bentley) noch sechs weitere. Die Liste ist international: Ford, GM, Fiat Chrysler, Honda, Kia, Nissan, Toyota und Hyundai gehören ebenfalls zu den Beschuldigten. Einige Zwischenfälle entstanden laut Bericht offenbar dadurch, dass Kunden ihr Fahrzeug in der Garage ihres Hauses abgestellt hatten, der Motor jedoch weiterlief, obwohl der Schlüssel oder die Zugangskarte für das Auto aus demselben entfernt wurde. Das ausgetretene Kohlenmonoxid soll dann nach einiger Zeit in 13 Fällen zum Tode geführt haben.

Laut "Automobilwoche" wollte sich Daimler bislang nicht zu der Klage äußern, da diese noch nicht zugestellt sei.

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