Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat in einer Studie die Unfallgefährdung von Autoinsassen auf den Rücksitzen untersucht. Das Ergebnis: Mitfahrer leben auf der Rückbank gefährlich!

Die Auswertungen der UDV zeigen, dass Fondinsassen in den letzten Jahren weitaus weniger von den Sicherheitsverbesserungen für Autofahrer profitieren, als Fahrer und Beifahrer auf den vorderen Sitzplätzen. Pro Jahr sterben rund 130 Insassen auf den Rücksitzen von Autos, rund 2.800 werden hier bei Unfällen schwer verletzt. 27 Prozent der Schwerverletzten waren dabei nicht angeschnallt. Der direkte Vergleich zwischen vorderen und hinteren Sitzen zeigt, dass rund 70 Prozent der Verletzungen gleich schwer ausfallen. Rund 20 Prozent der Verletzungen fallen auf den Rücksitzen allerdings schwerer aus, als vorne. Gemessen an der Gesamtzahl aller verunglückten und verletzten Pkw-Insassen, machen die Fondpassagiere 10 Prozent aus.

Insassen fühlen sich auf Rücksitzen sicher

Eine durchgeführte Feldstudie der UDV ergab, dass sich 75 Prozent der Befragten auf den Rücksitzen sicher fühlen - teilweise sogar besser aufgehoben, als vorne. 28 Prozent gaben allerdings zu, auf der Rückbank nicht gerade, sondern zur Seite geneigt, leicht verdreht oder nach vorne gebeugt zu sitzen. Ein weiteres Problem stellt der Gurt da. Einige Insassen neigen immer noch dazu, beispielsweise die Arme über oder unter dem Gurt hindurchzuführen oder vom Hals wegzuhalten, um bequemer zu sitzen. Das wirkt sich wiederum negativ auf die Sicherheit aus.

Um die Sicherheit auf den Rücksitzen zu verbessern, fordert die UDV mehr Initiative von den Autoherstellern. So könnten serienmäßig verbaute Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer die Sicherheit der Fondpassagiere erheblich verbessern. Gurterinnerer, wie sie auf den vorderen Sitzen zu finden sind, und spezielle Rücksitz-Airbags könnten ebenfalls die Sicherheit erhöhen.

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