Heute ist meteorologischer Winteranfang, die klassischen winterlichen Unwetterwarnungen halten Autofahrer jedoch schon seit Wochen in Atem. Wer bei Aquaplaning, Sturm, Hagel, Blitzeis und Schnee nicht ins Schliddern geraten möchte, hält sich an diese Tipps.

Aktuell reiht sich Sturmtief an Sturmtief: Täglich veröffentlichen die Wetterfrösche neue Unwetterwarnungen mit Winden, die Orkanstärke erreichen – das alles bei noch recht milden Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet erst Mitte Dezember mit frostigem Wetter. Aber wie sollten sich Autofahrer bei der Vielzahl an unterschiedlichen Wetterphänomenen verhalten?

Unwetterwarnungen: Tempo anpassen

In jedem Fall sollten Sie sich vor und während der Fahrt über die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage informieren. Sind Ihnen Unwetterwarnungen bekannt, können Sie drohende Gefahren besser einschätzen – wenngleich ein exakter Wetterumschwung nicht präzise vorhersehbar ist.

Ob Regen, Schnee, Sturm oder Nebel: Passen Sie Ihre Geschwindigkeit immer umgehend an die äußerlichen Bedingungen an. Auch die Sichtverhältnisse sind ein Thema. Ist es nebelig, sollten Sie die Nebelschlussleuchte einschalten. Bei Kälte und starkem Wind sollten Brücken gemieden werden. Hier taucht Blitzeis am ehesten auf und Seitenwinde können Sie aus der Spur werfen. Wälder sind bei Stürmen ebenfalls tabu. Die Gefahr: stürzende Bäume und herumfliegende Äste.

Wichtig für Autofahrer: Ruhig bleiben

Bei Extremwetterlagen wie Starkregen droht Aquaplaning. Experten empfehlen in einer solchen Ausnahmesituation: Kupplung treten und das Lenkrad gerade halten. So rollen Sie zumindest geradeaus und drehen sich nicht unkontrolliert. Ist der Niederschlag zu hoch und die Straße (wie etwa bei einer Unterführung) förmlich überschwemmt, sollten Sie nach einer Alternative schauen. Ansonsten könnte Wasser Innenraum und Motor beschädigen.

Im Zweifel Fahrt verschieben oder abbrechen

Bei einem plötzlichen Wetterumschwung und Temperaturen um den Gefrierpunkt werden Autofahrer meist mit glatten Straßen konfrontiert. Vergrößern Sie umgehend den Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern und vermeiden Sie es, hektisch auf die Bremse zu treten. Nutzen Sie das Pedal gemäßigt. Ähnlich vorsichtig ist mit dem Steuer umzugehen. Denn nicht nur starkes Beschleunigen und Bremsen, sondern auch ruppige Lenkbewegungen erhöhen die Rutschgefahr. Wichtig: Insbesondere vor Kurven sollten Sie das Tempo rechtzeitig reduzieren und ruhig lenken.

Sollten Sie dennoch den Grip verlieren, hilft es, behutsam das Gaspedal zu lösen und leicht auf die Bremse zu treten. Wenn ein Dreher droht, hat der Fuß auf der Bremse dagegen nichts zu suchen. Das Heck von einem Frontwagen fangen Sie dagegen mit leichtem Gas geben wieder ein. Bei einem Heckantrieb gehen Sie vom Gas und kuppeln rasch aus. Bei glatten und verschneiten Straßenverhältnissen sind außerdem kleine Straßen möglichst zu meiden. Die großen Hauptverkehrsverbindungen werden als erste geräumt und gestreut. Ist es zu glatt, fahren Sie im Extremfall an die Seite.

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