Ford setzt als erster Autohersteller das leichte und äußerst robuste Gorilla-Glas von Corning ein – nicht für das Navi-Display, sondern für die Windschutzscheibe des Supersportwagen GT.

Gorilla-Glas – ein Name, den die meisten wohl mit Smartphone-Displays in Verbindung bringen. Der US-amerikanische Hersteller Corning produziert es für die flachen Elektronikgeräte. Über 40 Marken nutzen die leichten und dennoch extrem bruchsicheren Gläser. Diesen Vorteil möchte Ford nun auch nutzen. Allerdings nicht an irgendwelchen Displays im Inneren, sondern für die Motorabdeckung und die Windschutzscheibe der Neuauflage des GT.

Gleiche Bruchsicherheit, aber weniger Gewicht

Die Entwickler bei Ford versprechen sich durch den Einsatz des Spezialglases eine Gewichtseinsparung von knappen sechs Kilogramm. Möglich wird das durch drei Schichten (eine harte äußere, eine mittlere und eine stabilisierende innere, bei der es sich um das eigentliche Gorilla-Glas handelt), die zusammen immer noch dünner und leichter sind als herkömmliches Verbundglas im Automobilbereich.

Da die sechs Kilo im oberen Bereich der Karosserie entfallen, ist das – insbesondere im Supersportwagen-Universum – ein echter Vorteil, da der Schwerpunkt der Karosserie herabgesetzt wird. Hier ist jedes Gramm entscheidend, weil es um die Fahrdynamik des GT-Renners geht.

Marktstart in 2016

Der neue Ford GT wird 2016 debütieren. Mit einem aufgeladenen V6-Motor mit 3,5 Liter Hubraum wird Ford erstmals keinen großvolumigen Achtzylinder einsetzen und folgt damit dem strengen Leichtbauprinzip. Angaben zu genaueren Leistungsdaten und möglichen Preisen hat der Hersteller noch nicht gemacht.

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