Im Skandal um die Nutzung mangelhafter Prüfgeräte versuchen TÜV und Dekra die Autofahrer zu beruhigen. Weder die TÜV-Plaketten noch die Hauptuntersuchung sollen durch die Affäre gefährdet sein.

Der vergangene Woche entflammte Skandal um mangelhafte Prüfgeräte bei TÜV und Dekra soll keine Auswirkungen auf die vergebenen TÜV-Plaketten und durchgeführten Hauptuntersuchungen haben, das berichtet der "Spiegel". Dieser hatte kurz vor Weihnachten erfahren, dass die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) beiden Prüfinstitutionen die Akkreditierung für die wichtige Kfz-Untersuchung entzogen hatte. Als Grund führte die DAkkS die mangelhafte Dokumentation von Prüfgeräten bei TÜV und Dekra an.

TÜV gibt Entwarnung und beteuert Messgenauigkeit

Autofahrer müssen sich aufgrund der entzogenen Akkreditierungen nun aber wohl keine Sorgen machen. Wie der "Spiegel" weiter berichtet, gehe der TÜV-Dachverband davon aus, dass sich im Akkreditierungsstreit eine Lösung finden werde. Noch wichtiger: Die HU-Affäre soll keine Auswirkungen auf die Gültigkeit der erteilten TÜV-Plaketten haben. Das bestätigte auch das Bundesverkehrsministerium. Bei den Vorwürfen durch die DAkkS gehe es ausschließlich um die Änderungen und Vorgaben auf EU-Ebene, die in Deutschland umgesetzt werden müssten. Es gehe aber keinesfalls um die Messgenauigkeit bei den durchgeführten Untersuchungen. Ähnlich äußerte sich auch die ebenfalls betroffene Dekra zu den Vorfällen. Die vergebenen TÜV-Plaketten behielten auch hier ihre Gültigkeit.

Dass es erst gar nicht so weit hätte kommen müssen, beweist eine neue Stellungnahme der DAkkS, in der darauf hingewiesen wird, dass TÜV und Dekra wie auch das Bundesverkehrsministerium bereits seit Sommer 2015 Bescheid gewusst und entsprechend Zeit gehabt hätte, um zu reagieren.

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