Strafzettel sind ein Ärgernis, mit dem sich die meisten Autofahrer schon einmal auseinandersetzen mussten. Ein britischer Student hat jetzt eine Webseite erstellt, mit deren Hilfe sich die lästigen Bußgeldzahlungen umgehen lassen.

Joshua Browder ist Informatik-Student und hat in London schon den einen oder anderen Strafzettel gesammelt. Er soll laut der britischen Zeitung "Metro" der Gründer einer Webseite sein, die den staugeplagten Autofahrern der britischen Metropole dabei hilft, Strafzettel wegen Falschparkens unwirksam zu machen. Auf "donotpay.co.uk" können sich Parksünder einen sogenannten Berufungsbrief erstellen, der anschließend an die Behörden versendet wird und im Idealfall dafür sorgt, dass nichts mehr bezahlt werden muss.

Erfolgreich bei 40 Prozent der Fälle

Falschparker können auf Browders Internetauftritt eine Reihe an Begründungen auswählen, weshalb sie ihr Fahrzeug im Halteverbot abgestellt haben. Dazu gehören etwa "Ich musste dringend zum Krankenhaus", "Es gab Probleme mit der Beschilderung" oder "Der Wagen wurde gestohlen, bevor die Tat passierte".

Danach müssen nur noch einige Details zu Fahrer und Ort eingegeben werden und schon erstellt die Webseite automatisch eine Mail an die zuständige Behörde. Laut einer Umfrage unter Benutzern dieses Service sollen etwa 40 Prozent der Einsprüche erfolgreich sein. Etwa zwei Millionen Pfund sollen britische Autofahrer mit der Webseite bereits eingespart haben.

Erfolg war nicht geplant

Der 18-Jährige ist überrascht über den Erfolg seines Webdienstes und sagte im Interview mit "Metro": "Als ich DoNotPay gegründet habe, dachte ich, es würde einer Handvoll Familienmitgliedern und Freunden helfen. Ich hätte nie gedacht, dass es helfen würde, Millionen an Parkgebühren zurückzufordern."

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