Der Neuwagenkauf scheint zunehmend unattraktiver zu werden. Das durchschnittliche Alter der PKW auf deutschen Straßen steigt immer weiter an. Hinzu kommt, dass unerwartet große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern zu beobachten sind.

Das Vergleichsportal Check24 hat sich das Alter der von Januar bis Juni 2017 über das Unternehmen versicherten und privat genutzten PKW einmal genauer angeschaut. Beim Vergleich der 16 Bundesländer konnte man interessante Entdeckungen machen. So liegt beispielsweise das Durchschnittsalter im Freistaat Bayern zugelassener Fahrzeuge deutlich unter jenen im Saarland oder in Bremen.

Bayern im Länder- und Städteranking vorn

Die Saarländer knacken als einziges Bundesland die Marke von 11 Jahren. Ganze 11,2 Jahre – um genau zu sein – haben die Autos der Saarländer im Schnitt bereits auf dem Buckel. Ganz anders zeigt sich die Lage beim Blick in Richtung Süddeutschland. Das Pendant zum Saarland am anderen Ende der Liste ist Bayern. Das durchschnittliche Alter der PKW-Flotte beträgt dort 9,4 Jahre. Dicht dahinter folgen Hessen und Thüringen mit jeweils 9,6 Jahren im Durchschnitt.

Noch eklatantere Unterschiede beim Alter offenbart der Blick auf die 15 größten Städte Deutschlands. Auch hier fahren die jüngsten Autos in Bayern. Für München steht ein Durchschnittsalter von 8,9 Jahren zu Buche. Auf den gleichen Wert bringt es aber auch Frankfurt am Main. Und nun zum anderen Ende der Skala: Mehr als drei Jahre älter sind die Autos in den Straßen Duisburgs (12,2 Jahre). Damit ist die Stadt im Ruhrgebiet deutlich abgeschlagen. Am nächsten dran ist da noch Bremen (10,7 Jahre), aber auch hier beträgt der Unterschied bereits 1,5 Jahre.

Klarer Trend zeichnet sich ab

Überhaupt ist zu beobachten, dass sich deutsche Autofahrer immer später von Ihren Fahrzeugen trennen. Das machen insbesondere die folgenden Zahlen deutlich: Waren die über das Vergleichsportal versicherten und privat genutzten PKW vor gut zehn Jahren mit einem Durchschnittsalter von 8,4 noch relativ jung, muss man aktuell bei einem Wert von 10,2 Jahren fast schon vom alten Eisen sprechen. In Prozent ausgedrückt, haben wir es hier innerhalb eines Jahrzehnts mit einer Veränderung um satte 21 Prozent zu tun. Eine innige Beziehung zum wahrscheinlich emotionalsten aller Fortbewegungsmittel kann dabei nur eingeschränkt als Erklärung herhalten – die hatten schließlich nicht wenige Autobesitzer auch schon 2007.

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