BMW will für Motorradfahrer auf die Straße bringen, was es bislang fast nur für die Lüfte gibt: ein Head-Up-Display. Das projiziert Piloten von Kampfflugzeugen wichtige Daten auf die Cockpit-Scheibe. Das soll bald auch mit Integralhelmen klappen.

Damit hätte der Fahrer künftig beispielsweise Informationen über Reifendruck, Öl- und Tankfüllstand, Tempo und eingelegten Gang, Geschwindigkeitsbegrenzungen- und Schildererkennung sowie Gefahrenwarnungen permanent im Sichtfeld, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Sämtliche Angaben erscheinen auf der Scheibe des Helms. Was den Fahrern davon ins Head-Up-Display eingeblendet wird, suchen sie sich selbst aus. Möglich sind laut BMW auch Navigationshinweise. Gleichzeitig lässt sich der Helm auch mit Videokameras ausstatten. Die Vordere zeichnet dann den Reiseverlauf auf, während die Hintere quasi als Rückspiegel ihre Bilder an das Head-Up-Display leitet.

Die Bedienung erfolgt mit links

Der Vorteil der Technik liegt auf der Hand: Weil der Fahrer nicht mehr auf die Anzeigen am Lenker schauen muss, hat er immer das Geschehen vor ihm im Blick. Das ist wichtig, weil beim Motorradfahren teils recht hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, bei der jede Ablenkung vom Verkehr fatale Folgen haben kann. Damit die Konzentration auch bei der Steuerung des Systems möglichst wenig gestört wird, erfolgt die Bedienung vom Head-Up-Display über einen Multicontroller der linken Lenkerarmatur. BMW hat die Technik auf der CES-Messe (bis 9. Januar 2016 in Las Vegas) vorgestellt und verspricht, das Head-Up-Display binnen der nächsten Jahre serienreif zu machen.

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