Zwei Themen dürften das diesjährige Treffen der Autobranche in Detroit dominieren: Der VW-Skandal, der die Branche seit Monaten in Atem hält, und die niedrigen Ölpreise, die in den USA weiter die Nachfrage von schwergewichtigen Spritschluckern boomen lassen und den Herstellern 2015 ein Rekordergebnis bescherten.

Der Abgas-Skandal wird für reichlich Gesprächsstoff sorgen, wenn die Detroiter Auto-Messe am Montag (11. Januar) die Türen für Analysten und Journalisten öffnet. VW ist in der Affäre nach einer Klage der US-Regierung weiter unter Druck geraten, deshalb dürfte Konzernchef Matthias Müller sich mit vielen unangenehmen Fragen konfrontiert sehen.

US-Markt boomt enorm

Ansonsten werden sich die Anbieter in Detroit auf den eigentlichen Zweck der Messe konzentrieren: Autoverkauf. Der US-Markt boomt - die Hersteller erzielten 2015 mit knapp 17,5 Millionen verkauften Neuwagen ihr bislang bestes Absatzergebnis. Der billige Sprit facht die Nachfrage an - vor allem nach Pickup-Trucks und SUV's.

Die schweren Pritschen- und Stadt-Geländewagen werden wohl wie bereits in den Vorjahren das Hauptinteresse der US-Kundschaft auf sich ziehen. Die Autobauer dürften sich aber - wie schon bei der Tech-Messe CES in Las Vegas - auch verstärkt den Zukunftsthemen wie Elektromobilität oder selbstfahrenden Roboterautos widmen.

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