Für die Deutschen bleibt das eigene Automobil weiterhin erstrebenswert. Trotz Dieselgate und Meldungen über steigende Luftverschmutzung: 2015 war ein außerordentlich gutes Jahr für die Händler.

Die Zahlen belegen es: Das Jahr 2015 war für die deutschen Autohändler deutlich besser, als es vermutlich viele Experten erwartet hätten. Die Kunden kauften hierzulande so viele Autos, wie seit 2009 nicht mehr. In jenem Jahr sorgte die Abwrackprämie für deutlich mehr Verkäufe. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden vergangenes Jahr rund 3,2 Millionen Pkw neu zugelassen, was einem Absatzplus von fast sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Trotz Dieselgate: Auch Volkswagen im Aufwind

Trotz des international viel beachteten Abgasskandals von Volkswagen machte auch der Hersteller aus Wolfsburg auf dem deutschen Markt 2015 ein gutes Geschäft. Die Kernmarke VW konnte ihren Absatz im Inland um 4,4 Prozent steigern. Knapp 686.000 Pkw wurden verkauft.

Die Fertigung von Fahrzeugen in Deutschland nahm darüber hinaus insgesamt zu: 5,74 Millionen Pkw wurden im Inland produziert. Auch der Auftragseingang legte in 2015 nochmals um sieben Prozent zu. Kein Grund zur Euphorie sieht allerdings der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann: "Angesichts der Produkts- und Exportzahlen sollte die gute Inlandslage nicht überbewertet werden", äußerte er sich und fügte hinzu: "Der Wettbewerb auf den internationalen Märkten wird härter."

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