Die Zukunftspläne von Audi sind unter Strom: Die Ingolstädter wollen ihre Studie E-Tron Quattro Concept ab 2018 Wirklichkeit werden lassen und planen eine Elektroproduktion in Brüssel.

Jetzt soll es konkret werden. Audi plant, ab 2018 das erste Großserien-Elektroauto der Marke vom Band rollen zu lassen. Das auf der IAA 2015 vorgestellte E-Tron Quattro Concept soll dabei einen Ausblick geben, wie der Stromer aussehen könnte. Das SUV, welches von den Ausmaßen zwischen Q5 und Q7 angesiedelt werden soll, wird im Werk in Brüssel gefertigt werden. Zusätzlich soll dort eine Batteriefertigung entstehen. Audi selbst spricht von einem "Schlüsselwerk für Elektromobilität im Volkswagen-Konzern".

Sportliches SUV mit Schnelllade-Funktion

Ob der neue E-Tron die Bezeichnung "Q6" im Namen tragen wird, ist wohl noch nicht eindeutig geklärt. Das Elektro-SUV soll jedoch eine Reichweite von 500 Kilometern bieten, dabei trotzdem auch sportlichen Ansprüchen genügen und über eine Schnellladung verfügen. Ob Audi dazu ein eigenes Netz an Superchargern aufstellen will, oder ob sogar die Geräte der Konkurrenz von Tesla genutzt werden können, ist bisher nicht bekannt.

Elektro-Zukunft von Audi

Auch wenn die Zukunft des Herstellers nach dem Dieselskandal nun sehr elektrisch anmutet, ist der Plan eigentlich der alte geblieben: Mit dem kleinen Plug-in-Hybrid A3 E-Tron (ab 2014), dem R8 E-tron (ab 2015), dem großen Plug-in Q7 E-Tron (ab 2016)  und dem neuen "Q6" E-Tron (ab 2018) arbeitet Audi mich Hochdruck daran, langfristig jede Baureihe zu elektrifizieren. Wie schnell das geschehen soll, wird aller Wahrscheinlichkeit nach vom Erfolg der ersten Elektromodelle der jeweiligen Baureihe abhängen.

Mit der Plattform des E-Golf und Fertigung des neuen Audi E-Tron-SUV hätte der Volkswagen-Konzern zumindest zwei Elektrobaukästen (Quer- und Längs-Motorarchitektur), aus denen sich viele weiter Modelle ableiten ließen.

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