Geisterfahrer scheinen auf deutschen Straßen - zumindest kurzzeitig - keine Seltenheit zu sein. Jeder Dritte Autofahrer ist schon einmal selbst zur Gefahr geworden und war in der falschen Richtung unterwegs, wie eine Umfrage von "Cosmos Direkt" zeigt.

Eine forsa-Studie im Auftrag des Online-Versicherers ergab, dass sich 36 Prozent der deutschen Autofahrer schon einmal in der Fahrtrichtung geirrt haben und versehentlich als Falschfahrer unterwegs waren. 28 Prozent der Befragten sagten, ihnen sei schon einmal ein Auto entgegen gekommen, welches in falscher Richtung abgebogen war. Der ADAC ergänzt und informiert, dass im Radio jährlich etwa 3.000 Geisterfahrer gemeldet werden.

Schlechte Ortskenntnisse als Grund

Als entscheidende Fehlerquelle wurden in den meisten Fällen mangelnde Ortskenntnisse (66 Prozent) genannt. Andere gaben an, versehentlich auf die falsche Fahrbahn abgebogen zu sein, weil sie unaufmerksam oder abgelenkt gewesen seien (42 Prozent). Als weiter Grund wurde schlechte Sicht zu Protokoll gegeben.

Ruhe bewahren

Das Horrorszenario ist insbesondere auf Schnellstraßen und Autobahnen gefährlich, da hier Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Sollte ein Geisterfahrer unterwegs sein, wird empfohlen, das Tempo zu reduzieren, möglichst weit rechts zu fahren und nicht zu überholen. Zudem ist es ratsam, den Sicherheitsabstand zu erhöhen und andere Fahrer mit der Warnblickanlage zu warnen.

Selbst Geisterfahrer? Polizei alarmieren!

"Es empfiehlt sich außerdem, den nächsten Parkplatz anzusteuern. Da die Streckenabschnitte, auf denen Geisterfahrer gemeldet werden, zumeist klar eingegrenzt sind, dauert es oft nicht lange, bis die Gefahr vorüber ist", rät Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt. Wer einen Falschfahrer entdeckt, ohne zuvor im Radio informiert worden zu sein, sollte rasch die Polizei informieren.

Wer dagegen bemerkt, dass er versehentlich selbst als Geisterfahrer unterwegs ist, sollte rasch vom Gas geben, den Warnblinker einschalten und den Gegenverkehr per Lichthupe warnen, findet Bärnhof. Und weiter: "Schäden können Falschfahrer verhindern, indem sie ihren Wagen am Rand zum Stehen bringen. Dort sollten Sie sofort aussteigen und die Polizei benachrichtigen." Von eigenmächtigen Wendemanövern sei dagegen abzuraten.

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