Der indische Autohersteller Tata Motors sieht sich aufgrund des gefährlichen Zika-Virus gezwungen, seinem Kleinwagen "Zica" einen neuen Namen zu verpassen. Derzeit feiert das Modell allerdings noch unter seiner alten Bezeichnung auf der Auto Expo in Neu-Delhi seine Premiere.

Indiens größter Autobauer Tata Motors, zu dem unter anderem auch die Marken Jaguar und Land Rover gehören, hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, seinen neuen Kleinwagen "Zica" aufgrund des vor allem in Südamerika grassierenden Zika-Virus umzubenennen. Erst in diesen Tagen wurde der "Zica" noch unter seinem ursprünglichen Namen auf der Auto Expo 2016 in Neu-Delhi (3. bis 9. Februar) der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Modellbezeichnung existiert bereits seit Dezember und bezieht sich ursprünglich auf die englischen Wörter "zippy" ("flott") und "car" ("Auto"). Aufgrund der neuen Situation soll der kompakte Wagen aber schnellstmöglich umgetauft werden.

Tata Motors ist nicht allein

Auch wenn der Fall von Tata Motors einen tragischen Hintergrund hat, mit unglücklichen Modellbezeichnungen ist der indische Autobauer nicht allein. So vertreibt beispielsweise Mitsubishi seinen hierzulande als "Pajero" bekannten Geländewagen in Spanien unter dem Namen "Montero". Der Grund: "Pajero" steht im Spanischen umgangssprachlich für "Wichser". Ähnlich unangenehm lief es in Spanien für Lamborghini. Die Modellbezeichnung "Reventon" bedeutet dort frei übersetzt "Reifenschaden". Und auch vor Audi macht das Namenskarussell keinen Halt. Der Zusatz "e-tron" kann in Frankreich leicht mit dem Wort "étron" - der Kothaufen - verwechselt werden.

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