Diese Erinnerungslücke hätte einem Mann aus Oberbayern teuer zu stehen kommen können. Er hatte sein Fahrzeug in einem Parkhaus abgestellt, es aber nicht mehr wiedergefunden. Nach sechs Monaten fanden Auto und Halter wieder zusammen. Die Freude dürfte aufgrund der vierstelligen Gebühren jedoch zunächst einen herben Dämpfer erlitten haben.

Der 50-jährige Koch hatte seinen Opel Corsa am 31. August 2015 bei der Polizei als vermisst gemeldet. Er könne sich nur noch daran erinnern, sein Auto in einem Parkhaus in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofes abgestellt zu haben. Gut sechs Monate später meldete sich nun der Betreiber einer Parkgarage bei der Polizei. Er hatte einen Opel bemerkt, der seit längerer Zeit nicht abgeholt worden war. Die Überprüfung der Beamten ergab: Es handelt sich um den Wagen, den der Mann aus Markt Schwaben vor einiger Zeit nicht mehr wiederfinden konnte.

Kulante Parkgesellschaft

Zu seiner Erleichterung wies der Corsa keine Schäden auf. Lediglich einige Witzbolde hatten sich auf der eingestaubten Motorhaube mit Sprüchen und kleinen Bildchen verewigt. Auf die gute Nachricht folgte jedoch gleich ein astronomischer Schocker: Die Gebühren für das Parkticket waren im Laufe der Zeit auf 2.400 Euro angewachsen.

Glück im Unglück: Die Parkgaragengesellschaft kam dem Mann entgegen. Sie werteten die Vergesslichkeit als Einzelfall und reduzierten die Gebühr auf 100 Euro, wie die "Augsburger Allgemeine" meldet.

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