Carsharing liegt voll im Trend: Immer mehr der Gemeinschaftsautos sind auf den Straßen unterwegs. Das gilt für keine andere europäische Nation so sehr wie für Deutschland, wie eine aktuelle Untersuchung belegt.

Die Studie der "The Boston Consulting Group" (BCG) zeigt, dass mehr als die Hälfte aller europäischen Carsharing-Fahrzeuge in Deutschland unterwegs sind. In Zahlen sind dies rund 15.400 Autos und eine Million Nutzer. 2001 waren es noch 1.000 Autos. Nationaler Spitzenreiter ist Berlin: Die Hauptstadt verfügt über eine 2.900 Fahrzeuge starke Flotte.

Carsharing: Enormes Wachstumspotenzial

Die Anbieter stellten im vergangenen Jahr weltweit fast 90.000 Fahrzeuge bereit, die von 5,8 Millionen registrierten Menschen genutzt wurden und 650 Millionen Euro einspielten. Die Region Asien-Pazifik ist mit 2,3 Millionen Nutzern vor Europa (2,1 Millionen) und Nordamerika (1,5 Millionen) Spitzenreiter. Und der Boom wird anhalten, da sind sich Experten einig. Bis ins Jahr 2021 erwarten die Autoren der Studie 35 Millionen Kunden und jährliche Umsätze in Höhe von 4,7 Milliarden Euro.

Hierzulande wird bis 2021 mit mehr als 2 Millionen Nutzern gerechnet. "Carsharing hat in Deutschland gegenwärtig erst einen Anteil von 0,1 Prozent an den urbanen Mobilitätsoptionen. Die Branche hat noch sehr großes Wachstumspotenzial", weiß Marco Gerrits, Partner bei BCG und Koautor der Studie. Gerrits ist sich zudem sicher, dass die Entwicklung keinen "Kannibalisierungseffekt beim Neuwagenabsatz" herbeiführen wird. "Ein eigenes Auto zu besitzen, wird die Norm bleiben", so Gerrits.

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