Ein Batmobil zu fahren, das wäre doch was Feines. Darf aber nicht jeder! So hat jetzt der Oberste Gerichtshof in den USA bei einem Urheberrechtsstreit zwischen DC Comics und einem Autobauer entschieden.

Das Batmobil hat es kürzlich bis vor den Obersten Gerichtshof in Washington gebracht, das berichtet "Spiegel Online". Der Grund: Der US-Comicverlag DC Comics hatte gegen einen kalifornischen Autobauer geklagt, der eigenmächtig das Gefährt des Superhelden Batman nachgebaut und verkauft hatte. Damit hat das Gericht ein bereits in Kalifornien gesprochenes Urteil zum Urheberrecht bestätigt. Das Fahrzeug ist geschützt. Wer es nachbauen möchte, muss vorher ausdrücklich die Genehmigung von Rechteinhaber DC Comics einholen.

Ein Batmobil für 90.000 US-Dollar

Ursprünglich hatte der angeklagte Autohersteller einen Nachbau eines Batmobils auf die Räder gestellt und für rund 90.000 Dollar angeboten. DC Comics bekam Wind von der Aktion und machte von seinem Urheberrecht Gebrauch. Schon das kalifornische Gericht war der Ansicht, dass das Batmobil ebenso wie die Figur als solche über besondere Eigenschaften verfüge, die dem Urheberrecht unterliegen würden.

Wer sich also den Traum vom eigenen Superhelden-Mobil erfüllen möchte, sollte also vorher beim jeweiligen Verlag nachfragen. War für das Batmobil gilt, dürfte nach dem Urteil auch für andere Comic-Fahrzeuge gelten.

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