Stuttgart ist die neue deutsche Stau-Hochburg. Das ist das Ergebnis einer Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix. 73 Stunden im Mittel müssen Autofahrer in der Region pro Jahr in Blechlawinen ausharren – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 38 Stunden. Damit landet Deutschland im europäischen Vergleich hinter Belgien (44 Stunden) und Holland (39 Stunden).

Stuttgart löst in dem Negativ-Ranking von Inrix Köln ab. In der Hauptstadt von Baden-Württemberg stieg die aufzubringende Zeit im Stau um ganze 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei vorwiegend auf die rekordverdächtige Anzahl von 50.000 neu zugelassenen Fahrzeugen in dem Ballungsraum zurückzuführen, heißt es. Auf den Plätzen zwei und drei stehen Köln mit 71 Stunden und – etwas abgeschlagen – Karlsruhe mit 54. Auf den weiteren Rängen folgen München (53), Düsseldorf (50), Hamburg (45), Nürnberg (39), Bonn (38), Saarbrücken (35) und das Ruhrgebiet (35).

London ist Europas Stau-Hauptstadt

Laut Inrix ist der Mittlere Ring (B2R) in München darüber hinaus die Strecke mit dem meisten Verkehr in ganz Deutschland. Durchschnittlich 93 Stunden pro Jahr müssen hier Autofahrer die Füße still halten. London bleibt europaweit auch weiterhin die Stadt, in der man am meisten Geduld aufbringen muss: Über 100 Stunden werden in der Inselmetropole in Staus verbracht. Einen eher entspannten Verkehrsalltag haben Autofahrer hingegen in Ungarn und Portugal: Hier stehen sie lediglich fünf beziehungsweise sechs Stunden in Staus.

Weitere Themen
Studie von Inrix: In diesen Städten stehen Autofahrer am längsten im Stau