Heute startet die erste Etappe des legendären Wüstenrennens Rallye Dakar, das in diesem Jahr von Asunción in Paraguay über 9.000 Kilometer bis ins Ziel nach Buenos Aires in Argentinien führt. Insgesamt gehen über 300 Fahrzeuge an den Start, darunter Buggys, Lkw, Quads und Motorräder.

Das vielleicht härteste Motorsport-Event der Welt begeistert auch in diesem Jahr wieder Rallyefans auf der ganzen Welt. Die 39. Rallye Dakar führt die Fahrer in Etappe eins von Asunción, der Hauptstadt Paraguays, in den Norden Argentiniens nach Resistencia. Ganze 454 Kilometer müssen die rund 500 Teilnehmer heute bewältigen. Doch das ist erst der Anfang: Insgesamt sind es fast 9.000 Kilometer, die Mensch und Maschine, in den kommenden zwei Wochen durchhalten müssen. Mit bis zu 170 km/h rasen die schnellsten Teilnehmer durch Wüsten und Steppen. Die Gebirgsabschnitte führen bis auf 3.000 Meter Höhe – die dünne Luft schnürt dort vielen Motoren die Leistung ab.

Toyota startet Großangriff bei der Rallye Dakar

Die große Frage in diesem Jahr lautet: Kann Toyota mit dem Gazoo Hilux Evo der etablierten Konkurrenz von Peugeot an die Stoßstange fahren? Zwar plante der japanische Hersteller einen Großangriff, doch der zu Beginn der Rallye nicht fertig gewordene Hilux der neuen Generation kann erst 2018 eingesetzt werden. Grundlegender Unterschied zum aktuellen Modell ist der fehlende Allradantrieb. Wie auch der Peugeot 3008 DKR möchte Toyota mit einem heckgetriebenen Fahrzeug Zeit gewinnen, denn das Reglement lässt hier deutliche Gewichtseinsparungen zu.

Zunächst muss es also der schwere Allrad-Hilux richten. Doch auch die Konkurrenz der acht Teams, die auf den Mini All4 Racing setzen, sind mit Allradantrieb unterwegs. Unter deren Haube arbeitet ein 340 PS starker Sechszylinder-Dieselmotor. Der Toyota hingegen schiebt sich mit einem 390 PS leistenden V8-Triebwerk durch den Sand – der in diesem Jahr stärkste Werksmotor. Dennoch gilt das Peugeot-Team erneut als Favorit. Zahlreiche Verbesserungen an Motor, Fahrwerk und Aerodynamik sollen den französischen Buggy noch schneller machen.

Erreichen die 300 Fahrzeuge das Ziel?

Auch wenn die Rallye Dakar sicherer geworden ist – das Rennen durch mehrere Länder Südamerikas ist immer noch sehr gefährlich und bringt insbesondere die Technik an ihre Grenzen. Es ist also unwahrscheinlich, dass alle 300 gestarteten Fahrzeuge das Ziel in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires am 14. Januar 2017 auch erreichen.

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