Der größte Automobilclub Deutschland ADAC hat seine Pannenstatistik für 2016 veröffentlicht. Demnach mussten die "Gelben Engel" und ihre Straßendienstpartner über vier Millionen Mal ausrücken, um Liegenbleibern und Co. zu helfen. Das entspricht einer Zuwachs von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die ADAC-Pannenhelfer mussten im vergangenen Jahr bei exakt 4.081.582 Pannen Hilfe leisten. 1.620.000 Einsätze wurden dabei von registrierten Straßendienstpartnern übernommen. Das geht aus der aktuellen ADAC-Pannenstatistik 2016 hervor. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht diese Zahl einer Steigerung um 2,5 Prozent. 2015 lag die Einsatzzahl mit 3.980.918 noch knapp unter der 4-Millionen-Marke. Die meisten Einsätze hatten die "Gelben Engel" 2016 in den Monaten Januar und August. Der 18. Januar 2016 geht außerdem als der einsatzstärkste Tag des Jahres in die Statistik ein. An diesem Montag wurden allein 25.887 Hilfseinsätze beim ADAC registriert.

Die Batterie macht am meisten Ärger

Die Ursachen für die steigende Zahl an ADAC-Einsätzen hat nach Auswertung der Statistik gleich zwei Gründe. Zum einen wurden deutlich mehr Fahrzeugpannen registriert, zum anderen hat sich aber auch die Anzahl der Unfälle erhöht. Während 2015 noch in 159.414 Fällen Unfallhilfe geleistet werden musste, waren es im vergangenen Jahr 164.806 solcher Einsätze.

Ein Thema, das vor allem Autofahrer selbst interessieren dürfte, sind die häufigsten Pannenursachen 2016. Laut ADAC-Pannenstatistik rangierte 2016 wieder einmal die Autobatterie auf dem ersten Platz. Aufgrund von entladenen oder defekten Batterien wurden allein im vergangenen Jahr 840.405 Einsätze registriert. Starthilfe musste sogar in 906.731 Fällen geleistet werden. Dahinter folgen Pannen in Zusammenhang mit dem Motormanagement (153.480 Fälle). Reifenschäden waren 141.234 Mal der Grund für ADAC-Einsätze.

Fahrzeug verschlossen und Tank leer

Kurios ist auch der Blick auf die scheinbar vermeidbaren Panneneinsätze. So mussten die Retter allein 14.221 Mal Hilfe leisten, weil der Tank (Benzin und Diesel) eines Mitglieds leer war. Noch bemerkenswerter ist aber eine andere Zahl. 75.439 Mal mussten die Pannenhelfer im vergangenen Jahr Fahrzeughalten dabei helfen, ihr verschlossenes Fahrzeug wieder zu öffnen.

Wie viel die ADAC-Pannenhelfer im vergangenen Jahr zu tun hatten, zeigt noch eine weitere Statistik. Die für 2016 rund 1.755 registrierten "Gelben Engel" legten bei ihren Einsätzen für die Mitglieder des Automobilclubs eine Strecke von 57.007.883 Kilometer zurück. Dieser Wert entspricht der ungefähren Strecke von 1.422 Erdumrundungen.

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