Neuer Diskussionsstoff um die ADAC-Pannenstatistiken: Laut eines Berichts der "Auto Bild" berücksichtigt der Automobilclub nur einen Bruchteil der jährlichen Pannenhilfseinsätze bei der Auswertung.

Wie die "Auto Bild" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, fließe nur etwa jeder 25. Einsatz der "Gelben Engel" in die jährliche Pannenstatistik ein. Der Fachzeitschrift liege das aktuelle "Factsheet ADAC Pannenstatistik" vor, das die Zahlen der jährlichen Auswertung aufschlüsselt. Demnach rückten die Pannenhelfer 2012 insgesamt rund 4,2 Millionen Mal aus. In die Pannenstatistik gingen allerdings nur vier Prozent der Einsätze ein.

Diese Fälle zählten nicht in die ADAC-Pannenstatistik

1,6 Millionen Fälle fanden in der Auswertung keine Berücksichtigung, da sie von Straßendienstpartnern absolviert wurden. Weitere 140.000 Einsätze fanden im Rahmen der Hersteller-Mobilitätsgarantie statt, schreibt die Zeitschrift. Ebenfalls außen vor gelassen wurden angeblich Pannenfahrzeuge, die älter als sechs oder junger als ein Jahr waren, Autos mit niedrigen Zulassungszahlen sowie die Fälle, in denen der Fahrer die Panne selbst verursachte. Eine Anfrage der "Auto Bild" nach einer genauen Aufschlüsselung für die Jahre 2007 bis 2012 ließ der ADAC bisher "in großen Teilen unbeantwortet", heißt es.

Zahl der berücksichtigten Fälle ging stark zurück

Aber bereits die vom Automobilclub selbst veröffentlichten Pannenstatistiken zeigen: Die Zahl der Einsätze, die in diese Auswertung einflossen, schrumpfte in den letzten fünf Jahren deutlich. Während der ADAC seine Pannenstatistik 2007 noch aus erheblich mehr als 300.000 Fällen generierte, waren 2012 nur noch etwa 170.000 der absolvierten Einsätze für die Analyse relevant.

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