Die ADAC Spitze will die Wahl des ADAC Präsidenten um ein Jahr verschieben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung Dokumente, die dem Blatt vorliegen.

Am Samstag sollte laut Tagesordnung auf der Hauptversammlung des ADAC in Saarbrücken eigentlich ein neuer Präsident gewählt werden. Doch offenbar gibt es einen geheimen Antrag von Präsidium und Verwaltungsrat. Demnach soll unter Tagesordnungspunkt 5.2 die  Wahl abgesetzt werden.

Im Entwurf vom 14. April heißt es "Bild" zufolge: "Die Neuwahl des ADAC Präsidenten wird verschoben auf die außerordentliche Hauptversammlung im Herbst 2014, spätestens jedoch auf die nächste ordentliche Hauptversammlung in 2015."

Die inoffizielle Begründung sei, dass keine renommierte Persönlichkeit bereit war das Amt zu übernehme und den Autoclub nach dem Skandalen aus der Krise zu führen.

ADAC-Kritiker Professor Ferdinand Dudenhöffer sagte dem Boulevardblatt: "Eine Persönlichkeit mit gutem Namen, der sich für das Präsidentenamt beim ADAC überreden lässt, muss aufpassen, dass er nicht als Grußonkel der alten ADAC-Clique missbraucht wird."

Der neue Aufsichtsbeirat des Clubs habe die satzungsmäßigen Möglichkeiten eines zahnlosen Tigers, so Dudenhöffer in BILD.

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ADAC-Spitze will Wahl des Präsidenten um ein Jahr verschieben