Autofahren ist derzeit teurer als noch vor einem Jahr. Das geht aus dem aktuellen Autokosten-Index von ADAC und Statistischem Bundesamt hervor. Das ist umso erstaunlicher, weil die Spritpreise momentan unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Betrachtet man die Autokosten im Juni 2014 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat, so ist das Autofahren um 0,5 Prozent teurer geworden. Das ist zwar kein allzu deutlicher Anstieg - vor dem Hintergrund, dass die Spritpreise im vergangenen Monat durchschnittlich 1,1 Prozent unter denen des Vorjahresmonats lagen, ist das aber umso erstaunlicher. Während die allgemeinen Lebenshaltungskosten mit 106,7 Punkten in den vergangenen Monaten recht konstant geblieben sind, stiegen die Autokosten laut ADAC-Index von März bis Juni 2014 spürbar an und erreichen den Stand von 106,9 Punkten. Der Wert 100 entspricht den durchschnittlichen Kosten im Jahr 2010.

Reparaturen und Inspektionen deutlich teurer

Da die Spritpreise aktuell unter dem Niveau des Vorjahres liegen, müssen es andere Faktoren sein, die das Autofahrern verteuern. So hat der ADAC mithilfe von Daten des Statistischen Bundesamtes herausgefunden, dass die Anschaffungskosten für Pkw um 0,9 Prozent angestiegen sind. Für Ersatzteile und Zubehör müssen Verbraucher aktuell 1,3 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr, der Führerschein ist 1,9 Prozent teurer geworden. Am deutlichsten stiegen jedoch die Kosten für Reparaturen und Inspektionen: Für solche Dienstleistungen müssen Autofahrer derzeit 2,7 Prozent mehr einplanen als noch im Juni 2013.

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