Der ADAC wird offenbar von einem neuen Skandal erschüttert. Ein IT-Experte hat laut der "Bild"-Zeitung aufgedeckt, dass Millionen von Kundendaten mit nur wenigen Klicks im Netz erreichbar sind.

Die Wogen um Manipulationen bei der Wahl der "Lieblingsautos der Deutschen" haben sich gerade erst geglättet, da deckt die "Bild" den womöglich nächsten Skandal beim ADAC auf. IT-Experte Tobias Huch hat einem Bericht nach ein riesiges Datenleck entdeckt, wodurch Millionen von Kundendaten mit nur wenigen Klicks erreichbar sein sollen. Von den sensiblen ADAC-Mitgliederdaten waren Name, Vorname, Mitgliedsnummer, Eintrittsdatum und Plus-Mitgliedschaft einsehbar, heißt es.

Sicherheit der Mitgliederdaten steht infrage

Wie die "Bild" meldet, wollte Huch lediglich etwas beim ADAC bestellen, als ihm die massive Datenlücke sofort auffiel. So soll es auf der Homepage keinerlei Verschlüsselung gegeben haben, die sonst üblich wäre. Laut Huch sei das Ausnutzen des Datenlecks auch ohne Fachkenntnisse möglich.

Das Problem: Wenn sich Kriminelle die sensiblen Personendaten beschaffen, können sich Betrüger beispielsweise als ADAC-Mitarbeiter ausgeben und nicht nur weitere persönliche Daten erfahren, sondern auch Mitglieder anrufen oder an geheime Bank- und Kreditkartenverbindungen herankommen.

ADAC verspricht schnelle Ausbesserung

Auf Nachfrage der "Bild" betonte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle, dass die Sicherheit der Mitgliederdaten beim ADAC höchste Priorität hätte und das Datenleck dank der Hinweise sofort geschlossen wurde. Der Automobilclub prüfe derzeit, ob die Mitgliederdaten bereits von Dritten eingesehen und möglicherweise missbraucht werden konnten.

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