Ein Debakel für die britische Edelmarke: Aston Martin ruft ein Großteil seiner neueren Autos zurück in die Werkstätten. Schuld sind minderwertige und gefälschte China-Bauteile. Der Hebel des Gaspedals könnte abbrechen.

Wie Aston Martin mitteilt, sind von dem gigantischen Rückruf mindestens 17.590 Modelle betroffen, die ab dem Jahr 2007 gebaut wurden. Das entspricht einer vernichtenden Quote von 75 Prozent aller Modelle aus den vergangenen fünf Jahren. Die Fahrzeuge mit Linkslenkung müssen gar ausnahmslos zurück in die Werkstätten. Bei den betroffenen Wagen könnte der Arm des Gaspedals brechen, was bei hohen Geschwindigkeiten lebensgefährlich sein kann. Unfälle soll es deswegen bislang allerdings noch nicht gegeben haben.

Undurchsichtige Zulieferkette

Das Rückruf-Desaster zu verantworten hat laut Aston Martin ein Dreigespann aus chinesischen Zulieferern. Der Endzulieferer hat laut Aston Martin von einem zweiten Unternehmen falsch ausgezeichnete Teile erhalten, die wiederum von einem dritten Unternehmen stammen und in einer minderwertigen Qualität hergestellt wurden. Involviert in den Produktionsprozess war bzw. ist außerdem eine englische Firma, welche die Pedale zusammensetzt.

Um solche Vorfälle künftig zu vermeiden, will Aston Martin nicht nur die chinesischen Unternehmen stärker überwachen, sondern auf lange Sicht die gesamte Produktion nach Großbritannien verlagern.

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