Lange Zeit waren Stufenheck-Limousinen in Deutschland praktisch weg vom Fenster. Mit der neuen Audi A3 Limousine wagt Audi den Versuch, im Kompaktwagensegment eine Stufenheck-Variante an den Mann zu bringen. Wird dieser Mut belohnt und was hat die Audi A3 Limousine sonst noch zu bieten? Der Test bringt die Antworten.

Noch dominieren die Schrägheck-Limousinen in der Kompaktklasse eindeutig das Geschehen und es könnte noch viel Zeit vergehen, bis sich das ändert. Aber sowohl Mercedes als auch Audi sind gewillt, diese bisweilen unerschütterliche Verbindung zu kappen. Die einen treten mit dem Mercedes CLA an, die anderen mit der Audi A3 Limousine. Und bei beiden kann man sich sehr gut vorstellen, dass der Markt in Zukunft auch mit ihnen vorlieb nimmt.

Das Stufenheck erlebt eine Renaissance

Vorbei scheinen nämlich die Zeiten, als kompakte Stufenheck-Modelle ein Synonym für etwas angestaubte Automobile waren, die nicht den Hauch einer Emotion vermitteln konnten. Ein Blick auf die Audi A3 Limousine weckt nämlich Spannung und Interesse, die Formen und Proportionen etwas näher in Augenschein zu nehmen. Sie lassen die A3 Limousine sportlich-elegant erscheinen. Die Linienführung versprüht Dynamik und das kurze Heck fügt sich so stimmig in die Karosserie, wie man es sich nicht besser hätte ausmalen können. Im Vergleich zum Schrägheck-Modell ist die Limousine in der Länge um 22 Zentimeter gewachsen. Auch in der Breite hat die Limousine zwei Zentimeter zugelegt - und das tat ihr anscheinend sehr gut.

Hochwertiger Innenraum

Die erste Klippe des Tests hat die Audi A3 Limousine schon mal gemeistert. Aber das war erst der Anfang, auf geht's in den Innenraum. Hier empfängt den Fahrer ein gewohntes Bild: Die Verarbeitung liegt Audi-typisch auf einem sehr hohen Niveau, die Materialanmutung ist über jeden Zweifel erhaben und sieht nicht nur hochwertig aus, sondern fühlt sich auch so an. In der Mitte fährt ein brillanter, sieben Zoll großer Bildschirm heraus, der an Farbenpracht kaum zu überbieten ist. Die Ledersitze schmiegen sich wie ein Maßanzug an den Körper und machen das Wohlfühlklima perfekt.

Zwei kleine Mankos konnten im Test aber ausfindig gemacht werden. Zum einen fällt im Fond die Kopffreiheit aufgrund des etwas abfallenden Dachs nicht ganz so groß aus, und zum anderen machen einem die schmalen Fondtüren den Einstieg schwer. Ansonsten ist das Platzangebot aber gut und vorne hat man schon fast das Gefühl, in einem Audi A4 zu sitzen.

Audi A3 Limousine: Preise starten bei 25.500 Euro

So gelungen die Audi A3 Limousine auch aussehen und so gut verarbeitet der Innenraum auch sein mag - im Test sorgten andere Aspekte für Aufsehen. Gemeint sind der Motor und das Fahrwerk, die sehr gut miteinander harmonieren. Beide können sportlich und komfortabel, je nach Bedarf. Der Motor, ein 1.4 TFSI mit 140 PS, dreht oberhalb von 3.000 Touren richtig auf und fühlt sich fast schon stärker an, als er tatsächlich ist. Nach nur 8,5 Sekunden und zwei sehr präzisen Gangwechseln zeigt die Tachonadel Tempo 100. Bemerkenswert auch der Verbrauch der A3 Limousine mit Zylinderabschaltung: Im Test genehmigt sich das Modell 6,4 Liter auf 100 Kilometern - das kann sich sehen lassen.

Ebenso wie das Fahrwerk des Kompakten: Von komfortabel bis sportlich kann er alles. Wenn kurz vor der nächsten Kurve noch eine Querrille grüßt, bringt das den Fahrer nicht aus der Fassung. Bis auf die Abstriche beim Fond ist die A3 Limousine demnach ein sehr gelungenes Automobil. Was sich aber auch im Preis bemerkbar macht: Eine gut ausgestattete Audi A3 Limousine mit dem 1.4 TFSI kommt auf weit über 40.000 Euro. Das Basismodell beginnt bei 25.500 Euro.

Weitere Themen
Audi A3 Limousine im Test: Vier von vier Ringen für das Stufenheck