Die Katze ist aus dem Sack: Ford lässt seinen neuen Kompaktwagen mit fast schon unanständigen 350 PS auf die Straßen los. Das gab der Autobauer jetzt beim Goodwood Festival of Speed bekannt.

Für die Vorstellung des Focus RS beim legendären Motorsport-Event in Großbritannien (25. bis 28. Juni) hätte sich Ford wohl keinen besseren Repräsentanten aussuchen können: In Goodwood macht zurzeit der Drift-Spezialist Ken Block das Veranstaltungsgelände mit der Kompaktwagen-Rakete unsicher. Wie der Hersteller verrät, muss der Rennfahrer satte 350 PS und ein maximales Drehmoment von 470 Newtonmeter ("Overboost"-Modus) zügeln. Damit spielt der "Hatchback" in einer Liga mit dem VW Golf 7 R (300 PS), Audi S3 (300 PS) und Mercedes A 45 AMG (360 PS).

Stärkere und effizientere Motorisierung

Genaue Fahrwerte sind zwar noch nicht bekannt. Dafür aber andere Details. Die Power unter der Haube stammt von einem 2,3-Liter-Ecoboost-Vierzylinder, der auch im neuen Ford Mustang zum Einsatz kommt. Die Kraft wird erstmalig beim Focus an die Hinterräder übertragen. Außerdem verfügt der Ford Focus RS serienmäßig über ein Start-Stopp-System, was den Verbrauch um 20 Prozent auf 8,5 Liter pro 100 Kilometer senken soll. Und: Erstmalig kommt der Kompaktsportler auch als 5-Türer auf den Markt.

Auf Krawall gebürstet

Auch optisch gibt der Ford Focus RS einiges her. Eine aggressiv gestaltete Frontpartie mit einem auffälligen Spoilerwerk, größeren Kühler-Öffnungen und vertikal designten Nebelscheinwerfern sowie am Heck ein Flügel, Diffusor und zwei große Auspuffendrohre verweisen auf die sportlichen Ambitionen des rasenden Krawallbruders.

Was der Spaß kosten soll, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Realistisch dürfte ein Preis um die 34.000 Euro sein. Anfang 2016 rollt der Ford Focus RS zu den Händlern.

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