Ingolstadt (dpa) - Der Abgas-Skandal bei Volkswagen trifft auch die Tochter Audi. Wie ein Sprecher der Nobelmarke am Montag sagte, sind weltweit 2,1 Millionen Modelle betroffen.

Der fragliche Motor sei in den Varianten mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum als Turbodiesel in den Typen A1, A3, A4 und A6, dem Sportwagen TT sowie den Geländewagen Q3 und Q5 verbaut worden.

Es gehe dabei nur um Dieselmotoren, die die Abgasnorm EU 5 erfüllen. Aktuelle Motoren, die bereits die gültige Norm EU 6 einhalten, seien wie auch bei den anderen Volkswagen-Marken nicht betroffen. Der Motor, der bei VW die interne Bezeichnung EA 189 trägt, wurde in etlichen Marken des Konzerns verwendet, etwa auch bei Skoda.

Unterdessen versucht Volkswagen zu klären, wer im Konzern wann vom Einsatz der betrügerischen Software gewusst hat. Es mehren sich die Indizien, dass Verantwortliche bereits seit Jahren Kenntnis davon hatten. "Wir ermitteln auf Hochtouren und werden die Ergebnisse, sobald wir sie haben, bekanntgeben", sagte VW-Sprecher Peter Thul.

Die gute Nachricht für verunsicherte Besitzer der betroffenen Dieselautos: VW wird für die Nachbesserung aufkommen. "Es sind gewaltige Kosten, aber es ist völlig selbstverständlich, dass die Kunden nicht auf den Kosten sitzengelassen werden", betonte ein Sprecher. Das Vorgehen werde für die einzelnen Märkte mit den jeweiligen Behörden abgestimmt. "Das kann eine Rückrufaktion sein, aber auch eine Serviceaktion."

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