Verdienen deutsche Premium-Autohersteller tatsächlich das meiste Geld? Nicht immer, wie eine aktuelle Untersuchung des "Center Automotive Research" (CAR) an der Universität Duisburg-Essen zeigt. Der derzeit profitabelste Autokonzern kommt demnach aus Dearborn, USA.

Was den Herstellern von jedem verkauften Auto an Gewinn übrig bleibt, hat jetzt eine Studie des "Center Automotive Research" (CAR) an der Universität Duisburg-Essen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis dürfte zumindest für einige Überraschung sorgen, denn Ford ist aktuell mit durchschnittlich 1.652 Euro Gewinn pro verkauftem Vehikel der profitabelste Autokonzern der Welt. Das entspricht einer Marge von 8,7 Prozent – da können sich andere Autokonzerne nur hinten anstellen. Selbst Toyota landet mit einer Marge von 8,6 Prozent nur auf Platz zwei.

VW auf Konzernebene abgehängt

VW ist in dieser Untersuchung mit 4,5 Prozent Marge und einem nur halb so großen, durchschnittlichen Gewinn pro Fahrzeug von 801 Euro weit abgeschlagen. Das können selbst die vor einigen Jahren noch stark in Bedrängnis geratenen französischen Hersteller erheblich besser: Peugeot-Citroën etwa kommt auf 6,8 Prozent Marge und einen Gewinn pro Fahrzeug von 844 Euro.

Ferrari ist die profitabelste Marke

Ein etwas anderes Bild zeichnet die Studie, sieht man sich die Gewinne der einzelnen Automarken an. Hier landen die Pkw von VW zwar immer noch recht weit hinten, mit einer Marge von 1,7 Prozent und einem Gewinn pro Auto von 395 Euro aber vor Fiat und Opel. Klar, dass hier vor allem die Premiummarken mit teuren Sonderausstattungen den meisten Gewinn holen. So kann Audi pro verkauftem Fahrzeug 3.337 Euro gutschreiben (Marge: 8,8 Prozent), Porsche sogar 15.641 Euro mit einem gewaltigen Gewinnanteil von 16,7 Prozent.

Als absolute Gelddruckmaschine steht allerdings ein anderer Hersteller da: Ferrari sprengt mit 56.000 Euro Gewinn pro Sportwagen alle Maßstäbe. Die fabelhafte Gewinnmarge von 18 Prozent erzielt sonst kein anderer Hersteller.

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