Es ist DAS Comeback des Motorsports: Bentley hat im zweiten Rennen der Blancpain Endurance Series mit einem Continental GT3 den ersten Sieg errungen. Es war das erste Rennen eines Bentley in Großbritannien seit 1930.

Nach 2:02.009 Stunden war es Gewissheit: Im ersten Rennstart eines Bentley auf britischem Boden seit fast 84 Jahren fuhr der Continental GT3 mit der Startnummer 7 als Sieger in Silverstone über die Ziellinie. Damit krönte Bentley sein Motorsport-Comeback bereits im zweiten Rennen der Tourenwagen-Serie Blancpain Endurance. Der Jubel bei den drei Fahrern Guy Smith, Andy Meyrick und Steven Kane war wie beim gesamten Rennteam riesengroß. "Wir wussten, dass unser Continental GT3 ein potenzielles Sieger-Auto ist. Aber schon das zweite Rennen als Erster zu beenden, fühlt sich außerordentlich an", sagte Rolf Frech, Entwicklungschef bei Bentley, nach dem Triumph von Silverstone. Zum letzten Mal war ein Bentley am 23. August 1930 in der Nähe von Belfast auf einer britischen Rennstrecke unterwegs.

1.000 Kilogramm weniger als die Serien-Limousine

In der Tourenwagen-Serie geht Bentley mit einem Continental GT3 an den Start, dessen Verwandtschaft mit dem Serien-Luxusauto nur noch an der Form zu erkennen ist. Das M-Sport-Team der VW-Tochter hat bei der Entwicklung des Rennwagens 1.000 Kilogramm Gewicht eingespart. Der 600 PS starke GT3 mit dem Vierliter-V8-Motor wiegt nur noch rund 1.300 Kilogramm.

Die Blancpain Endurance Series für GT-Fahrzeuge gibt es seit 2011. Bei den Rennen teilen sich drei Fahrer ein Auto. Es gibt zwei Boxenstopps, bei denen jeweils Fahrer und Reifen gewechselt werden. Neben Bentley starten in der Rennserie auch Fahrzeuge anderer Edelmarken wie Jaguar, Lamborghini, Aston Martin oder Porsche. Vom 19. bis 21. September macht der Rennzirkus Halt auf dem Nürburgring.

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