Die Polizei geht mit einem erneuten 24-Stunden-Blitzmarathon auf groß angelegte Temposünderjagd: Am 8. und 9. April wird in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vielerorts geblitzt. Trotz vorheriger Ankündigung rechnen die Ordnungshüter mit vielen Geschwindigkeitsübertretungen.

Wo am 8. und 9. April genau geblitzt wird, das konnten erstmals die Bürger von Nordrhein-Westfalen bestimmen. Für den mittlerweile sechsten großflächigen 24-Stunden-Blitzmarathon in dem Bundesland unterbreitete die Polizei Vorschläge und die Bürger stimmten darüber ab, wo die Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Abstimmung stellt die Behörde vorab der Aktion ins Netz. So werden unter anderem in Düsseldorf, Duisburg und Mönchengladbach an verschiedenen Stellen Radarfallen aufgestellt. Aber auch in Niedersachsen sind die Ordnungshüter ab dem 8. April ab sechs Uhr morgens 24 Stunden vielerorts in Position, um Rasern Einhalt zu gebieten.

24-Stunden-Blitzmarathon: Mehr Sicherheit oder reine Abzocke?

Obwohl die groß angelegten Blitzeraktionen immer wieder vorab angekündigt werden, gehen der Polizei regelmäßig zahlreiche Temposünder ins Netz. Beim letzten Blitzmarathon in NRW seien 21.200 Geschwindigkeitsübertretungen bei insgesamt 782.000 registrierten Autofahrern gemessen worden, berichtet "Autoblog".

Dementsprechend kritisch fällt die Meinung der Bürger zu solchen Aktionen aus: Die "Bürgerzeitung Duisburg" weist auf eine aktuelle Studie des Verbandes für bürgernahe Verkehrspolitik (VFBV) hin, wonach 40 Prozent der deutschen Verkehrsteilnehmer den Sinn solcher Maßnahmen infrage stellen und 14 Prozent sie für vollkommen überflüssig halten. Nur 15 Prozent der Befragten glauben, dass ein Blitzmarathon die Sicherheit auf deutschen Straßen erhöht.

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