Trotz des noch schwächelnden europäischen Automarktes lief das Jahr 2013 für BMW besser denn je: Der deutsche Premiumhersteller erzielte den höchsten Absatz in der Unternehmensgeschichte. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 1.963.798 BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft. Einen Großteil des Erfolgs hat die Marke BMW der 3er-Reihe und den SUVs im Programm zu verdanken.

Schon das vierte Rekordjahr infolge: 2013 gelang es der BMW Group erneut, den Absatz des Vorjahres auf einen neuen Rekordwert zu steigern. "Wir haben 2013 neue Bestmarken bei Absatz sowie Konzernergebnis erzielt und alle angestrebten Ziele für das Gesamtjahr erreicht", sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch (19. März) in München. Mit fast zwei Millionen verkauften BMW, Mini und Rolls-Royce wuchs der Absatz noch einmal um 6,4 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2012. Die Premiummarke BMW glänzte bei den Verkaufszahlen sogar noch deutlicher: 1.655.138 Fahrzeuge bedeuten ein Absatzplus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Erfolgsgaranten: Die BMW 3er-Reihe und SUVs

Wie in den vergangenen Jahren war der BMW 3er das wichtigste Volumenmodell des Herstellers. Bei insgesamt 500.332 Modellen der knapp 1,7 Millionen verkauften Fahrzeuge der Marke handelte es sich um einen 3er. Und auch am Wachstum war die Mittelklasse maßgeblich beteiligt: Das Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr belief sich auf 23 Prozent. Nicht ganz so deutlich gewachsen ist die BMW 5er Reihe, die sich 2013 immerhin 366.992 Mal verkaufte (2012: 359.016 Verkäufe). Deutlicher konnte die BMW 6er-Reihe zulegen: Der Absatz stieg im vergangenen Jahr um 19,4 Prozent auf 27.687 Exemplare.

Da SUVs weiterhin voll im Trend liegen, verkaufte BMW 2013 auch alle Modelle mit "X" im Namen überaus erfolgreich. Der Absatz des Kompakt-SUVs X1 wuchs um 9,2 Prozent auf 161.353 Exemplare, der des BMW X3 um 5,0 Prozent auf 157.303 Einheiten. Lediglich das Full-Size-SUV X5 musste einen leichten Absatzrückgang um 1,2 Prozent hinnehmen. Das muss aber nicht unbedingt am Trend zum Downsizing liegen, sondern hängt vermutlich mit dem Modellwechsel im November 2013 zusammen.

Asien und Amerika lassen deutsche Hersteller jubeln

Während die Verkäufe der BMW Group in Europa in etwa auf dem Niveau des Vorjahres blieben, konnte der deutsche Premiumhersteller insbesondere auf den boomenden asiatischen Märkten seine Marktanteile ausbauen. 576.616 verkaufte Fahrzeuge aller Konzernmarken bedeuten ein Absatzplus von 17,3 Prozent in Asien. Zweistellige Zuwächse wurden beispielsweise auf dem chinesischen Festland (plus 19,7 Prozent), Südkorea (plus 18,1 Prozent), in Japan (plus 13,4 Prozent) und im Mittleren Osten (plus 15,4 Prozent) erzielt.

Auch die Amerikaner fragten mehr Autos des Konzerns nach als noch 2012. In den USA stieg der Absatz um 8,1 Prozent auf 375.782 Einheiten. Am beeindruckendsten ist jedoch die Steigerung auf dem brasilianischen Markt: 17.011 verkaufte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 69,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Entsprechend optimistisch blickt BMW nun auf das laufende Geschäftsjahr. "Wir streben 2014 einen deutlichen Anstieg bei den Auslieferungen und damit eine neue Bestmarke von über zwei Millionen Fahrzeugen an", verkündete Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer.

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