100 Besitzer eines BMW-Elektrofahrzeugs nehmen in den USA derzeit an einem Pilotprojekt des kalifornische Versorgungsunternehmen Pacific Gas & Electric (PG&E) teil. Die E-Fahrer erhalten eine Prämie, wenn sie ihr Fahrzeug nur dann aufladen, wenn das Stromnetz nicht an der Kapazitätsgrenze ist.

Laut einem Bericht im "Handelsblatt" hatten sich 400 Bewerber beim Stromversorger gemeldet, um an dem Pilotprojekt teilzunehmen. Ausgewählt wurden 100 Personen, die bereits im Voraus eine Prämie von 1000 Dollar (etwa 916 Euro) erhalten haben. Sobald die Elektrofahrer ihre Autos laden und das Stromnetz am Limit ist, erhalten Sie eine SMS mit der Bitte den Ladevorgang auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Der US-Versorger will mit dem 18-monatigen Programm in Erfahrung bringen, wie ein Stromnetz damit zurechtkommt, wenn in einigen Jahren mehrere Millionen Elektrofahrzeuge in Betrieb sind.

Kalifornien Vorreiter bei Elektro-Mobilität

Für die Stromversorger haben Elektroautos eine positive und eine negative Seite: Zum einen belasten die Fahrzeuge das Stromnetz beim Aufladen erheblich. Zum anderen können sie als mobiler Speicher herhalten, beispielsweise bei Netzüberlastungen oder bei Stromausfällen. Dann kann der gespeicherte Strom der Akkus von den Versorgern angezapft werden. "In diesen Fahrzeugflotten steckt ein großes Volumen an elektrischer Energie. Und das stellt eine erstaunliche Ressource dar", bekundet Tim Lipman, Co-Direktor des Transportation Sustainability Research Center an der University of California in Berkeley.

Dass ausgerechnet in Kalifornien ein solches Projekt umgesetzt wird, ist nicht verwunderlich: Die Gegend um das Silicon Valley ist Vorreiter, wenn es um zugelassene Elektromobile geht. Allein PG&E geht im eigenen Versorgungsraum von etwa 65.000 Flüster-Fahrzeugen aus.

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