VW, Toyota und Co. müssen aktuell zig Millionen Autos zurück in die Werkstatt rufen. Und auch Rolls-Royce kommt um einen Rückruf nicht herum. Bei den Briten handelt es sich allerdings nur um ein einziges Fahrzeug.

Bei dem betroffenen Modell handelt es sich um einen Rolls-Royce Ghost II, indem zwei defekte Airbags verbaut sind, heißt es in einem offiziellen Statement der NHTSA an BMW Nordamerika. Die US-Aufsichtsbehörde ordert in dem Schreiben einen kostenlosen Austausch durch einen Rolls-Royce-Händler an. Das Unternehmen betont laut "Financial Times", dass zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko bestanden habe. Die Airbags seien wohl lediglich falsch gekennzeichnet worden.

Protz-Limo: Schwer, schnell und exklusiv

Der betroffene Wagen wurde Anfang 2014 in Goodwood gefertigt und von einem Amerikaner gekauft. Laut der "Financial Times" hat der Wagen East Sussex zwar bereits verlassen, wurde aber noch nicht an seinen Käufer ausgeliefert.

Der Ghost ist das kleinste Modell im britischen Portfolio: Der bullige Protzwagen wiegt 2,5 Tonnen, kommt mit 570 PS und 780 Newtonmeter maximalem Drehmoment daher, sprintet in rasanten 4,9 Sekunden auf 100 und ist bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Der Basispreis liegt bei mehr als 270.000 Euro.

Ein Geisterleben kann einsam sein

Ein einzelner Rückruf wie beim Rolls-Royce Ghost ist zwar eine Seltenheit, aber kein Novum. Insgesamt gibt es rund 140 einsame Autos, die zurückgerufen wurden. Größtenteils sind Laster, Wohnwagen oder Schulbusse betroffen. 2002 musste zudem ein einzelner Porsche 911 Carrera und 2013 ein einziger Koenigsegg Agera zurück in die Werkstatt rollen.

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