Seit März 2013 steht die zweite Generation des Ford Kuga bei den deutschen Händlern. Damit der Ami im hart umkämpften Feld der Kompakt-SUVs künftig ganz vorne mitfahren kann, hat der Hersteller den Kuga überarbeitet. Größer und sparsamer als der Vorgänger, günstiger als die Konkurrenz – so könnte man die Verkaufsargumente für die neue Generation zusammenfassen.

Ford Kuga, die Zweite – Konkurrenz für den VW Tiguan?

Mit der Neuauflage des Ford Kuga fasst der amerikanische Hersteller in Europa vor allem die Konkurrenz von VW Tiguan, Opel Mokka und Nissan Qashqai ins Auge. Bereits fünf Monate nach Verkaufsstart zeichnete sich ab, dass die neue Generation gar nicht so schlechte Marktchancen hat. Im Juni 2013 wurden mit 2.275 Exemplaren deutlich mehr Ford Kuga zugelassen als Opel Mokka. Im Segment der Kompakt-SUVs wurden nur der Nissan Qashqai, der BMW X1 und der Skoda Yeti häufiger verkauft. Dass der ewige Klassenprimus VW Tiguan in dieser Reihe nicht auftaucht, liegt daran, dass das Kraftfahrt-Bundesamt den Wolfsburger seit Anfang des Jahres unter den Geländewagen führt. Trotzdem: Hinsichtlich Abmessungen und Zielgruppe sind beide Modelle miteinander vergleichbar. An die Verkaufszahlen des VW Tiguan reicht der neue Ford Kuga dennoch nicht annähernd heran.

Mit frischem Design auf Käuferfang

Die neue Optik, mit der die zweite Generation des Ford Kuga in Europa auf Käuferfang geht, wirkt europäisch inspiriert. Mit knackigeren Linien, detaillierteren Konturen, größeren Lufteinlässen und einem neuen Scheinwerferdesign tritt das Kompakt-SUV schnittiger auf – und weniger amerikanisch als sein Vorgänger. Hingucker ist die konturierte Motorhaube mit den beiden erhabenen Linien in Längsrichtung, die dem Ford Kuga einen Hauch mehr Sportlichkeit verleihen.

Mehr Platz verspricht mehr Alltagsnutzen

Im Vergleich zum Vorgänger ist der getestete Ford Kuga der zweiten Generation insgesamt acht Zentimeter länger – das bedeutet mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Je nachdem, wie viele Personen mitfahren, hat der Kuga ein Ladevolumen von 481 bis zu 1.653 Litern zu bieten. Erwachsene können auch hinten bequem mitfahren, nur ausgesprochen große Personen könnten sich über einen Mangel an Beinfreiheit beschweren. Für den Familienausflug mit Kindern ist der Ford Kuga jedoch ideal geeignet.

182 PS starker Top-Benziner im Test

Für Verkaufsargument zwei haben die Ingenieure bei Ford an der Effizienz der Motoren geschraubt. Besonders bemerkbar macht sich die neue Sparsamkeit bei den neuen Turbobenzinern. Der getestete 1,6-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung und Turbo leistet 182 PS und soll bis zu 26 Prozent sparsamer sein als sein Vorgänger. Ford verspricht einen Normverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometern. Dank serienmäßiger Start-Stopp-Automatik liegen die Testwerte bei behutsamer Fahrweise nur wenig darüber. Dennoch müssen sportlich ambitionierte Familienväter keine Leistungseinbußen befürchten. Wer an der Tankstelle mehr ausgeben mag und den Ford Kuga ordentlich fordert, der wird mit erstaunlich agilem und dynamischem Fahrverhalten belohnt. Denn ein großes Plus des Amis ist der optionale Allradantrieb, der bei heutigen Kompakt-SUVs nicht mehr selbstverständlich ist. Daher würde der getestete Ford Kuga durchaus auch einen Ausflug ins Gelände mitmachen, selbst wenn er wohl hauptsächlich von Großstädtern gefahren wird.

Verkaufsargument Nummer drei ist schließlich der Preis: Die Basisversion des neuen Ford Kuga ist bereits ab 24.000 Euro erhältlich, der getestete Top-Benziner mit Allradantrieb ab 29.250 Euro. Damit bleibt der Amerikaner immer leicht unter dem VW Tiguan, der dies durchaus als Kampfansage verstehen darf.

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