Gerade erst wurde der Bugatti Veyron von Lesern des britischen Automagazins "Top Gear" zum "Besten Auto der vergangenen 20 Jahre" gewählt - nun führt der Supersportwagen aus dem VW-Konzern eine weniger glamouröse Hitliste an. Laut des Analyseunternehmens "Bernstein Research" fährt der Supersportler mehr als vier Millionen Euro Verlust pro verkauftem Exemplar ein.

So sehr sich die beiden sonst auch unterscheiden mögen - damit hat der Bugatti Veyron etwas mit dem Smart Fortwo gemeinsam. Denn mit dem kleinen Cityflitzer machte Mercedes den Analysten zufolge den bislang größten Verlust in der modernen Geschichte der Autoindustrie, berichtet das britische Magazin "Autocar".

Verlustgeschäfte beim Smart Fortwo und Bugatti Veyron

Beim Smart Fortwo liegt das vor allem daran, dass die Entwicklungskosten mit rund 3,6 Milliarden Euro enorm hoch waren und die Verkaufsziele um mehr als 40 Prozent verfehlt wurden. Für den Kleinstwagen wurden eigens eine neue Plattform und neue Dreizylinder-Motoren entwickelt sowie ein neues Werk an der deutsch-französischen Grenze gebaut.

Prestige wichtiger als schwarze Zahlen

Der Bugatti Veyron führt laut "Bernstein Research" hingegen die Hitliste der höchsten Verluste pro verkauftem Modell an. Knapp vier Millionen Euro Verlust fährt der Verkauf eines Bugatti-Supersportlers den Medienberichten zufolge ein - und das bereits seit 2005. Im Gegensatz zu Mercedes mit dem Smart Fortwo war Volkswagen allerdings von vornherein klar, dass sie mit einem Bugatti-Supersportwagen rote Zahlen schreiben würden. Bei einem solchen Prestige-Projekt geht es vielmehr darum zu zeigen, was technisch alles möglich ist. Trotz der Verlustgeschäfte ist der stärkste Seriensportwagen der Welt ein imageförderndes Aushängeschild für den VW-Konzern.

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