Was für eine bewegte Geschichte: Der Lotec Mercedes-Benz C1000 wurde 1995 als Auftragsarbeit für einen arabischen Scheich ein einziges Mal gefertigt und hielt bis 2010 den Titel als schnellstes straßenzugelassenes Auto der Welt inne. Lange Zeit galt das Unikat als verschollen - nun ist es wieder aufgetaucht und kommt bei einer Auktion unter den Hammer.

Fast 20 Jahre ist er alt und kann heutigen Supersportwagen dennoch das Wasser reichen: der Lotec Mercedes-Benz C1000. Sie haben noch nie von diesem Extremsportler gehört? Das mag daran liegen, dass nur ein einziges Exemplar gefertigt wurde und dieses im Privatbesitz eines arabischen Scheichs lange Zeit als verschollen galt. Rund 3,5 Millionen Dollar zahlte der gut betuchte Geschäftsmann 1995 für den Supersportler, am 2. November wird er vom amerikanischen Auktionshaus RK Motors Collector Car Auctions versteigert. Erwarteter Erlös: rund 1,3 Millionen US-Dollar.

Lotec Mercedes-Benz C1000 leistet 1.000 PS

Nomen est omen: Die Modellbezeichnung des extremen Einzelstücks rührt von seiner Leistung her - bis zu 1.000 PS bezieht der Supersportler aus einem 5,6-Liter-V8 mit zwei Turboladern von Mercedes. Übertragen wird die Kraft des Motors über ein Sechsganggetriebe. Dank seines Gewichts von nicht viel mehr als 1.000 Kilogramm sprintet der Lotec Mercedes-Benz in nur 3,4 Sekunden auf Tempo 100.

Der Kampf um den Titel "schnellstes Auto der Welt"

Zu etwas Besonderen macht ihn aber vor allem seine Spitzengeschwindigkeit von 431 km/h, mit der der Wagen bis Juli 2010 den Rekord hielt. Dann kam jedoch der Bugatti Veyron Super Sport, der eine Durchschnittshöchstgeschwindigkeit von 431,1 km/h erreichte (in der Spitze waren es 434,2 km/h). Damit löste der Flitzer den Lotec Mercedes-Benz C1000 als schnellstes Auto der Welt mit Straßenzulassung ab. Allerdings: Die Serienversion des Bugatti Veyron Super Sport ist bei 415 km/h abgeriegelt. Der fast 20 Jahre alte Supersportler von Lotec und Mercedes steht ihm also in nichts nach.

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