Mehr als 9,6 Millionen Autos hat General Motors (GM) seit Bekanntwerden des Skandals um fehlerhafte Zündschlösser weltweit in die Werkstätten zurückgerufen. Neben einem riesigen Image-Verlust bedeutet das für den Konzern auch Kosten in Milliardenhöhe. Mittlerweile rollten sogar die ersten Köpfe beim Autobauer.

Auf etwa 1,3 Milliarden Dollar beziffert General Motors die Kosten für die Rückrufserie allein im ersten Quartal 2014. Damit hat sich die Summe, von der die Konzernleitung zunächst ausgegangen war, fast verdoppelt. Und ein Ende scheint noch nicht abzusehen. 2,6 Millionen der bereits zurückbeorderten Fahrzeuge, müssen noch einmal zur Überprüfung in die Werkstätten, weil es möglich sei, den Schlüssel während der Fahrt aus dem Zündschloss zu ziehen. Das berichtet "The Detroit News".

GM startet Suche zur Wahrheit

In einem "Zwischenschritt auf der Suche zur Wahrheit", wie es GM-Chefin Mary Barra nennt, hat sich das Unternehmen jetzt von zwei Ingenieuren getrennt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen.

GM musste in den vergangenen Wochen folgende Fahrzeuge zurückrufen: Saturn Ion der Jahrgänge 2003 bis 2007, Chevrolet Cobalt (2005 bis 2010), Pontiac Solstice (2006 bis 2010), Pontiac G5 (2007 bis 2010), Saturn Sky (2007 bis 2010) und Chevrolet HHR (2006 bis 2011). Bei den Autos sprang während der Fahrt der Schlüssel aus dem Zündschloss, was dazu führte, dass Airbags, Bremskraftverstärker und Servolenkung ausfielen. Mindestens 13 Menschen sollen bei darauf zurückzuführenden Unfällen getötet worden sein.

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