Die Probleme beim amerikanischen Autokonzern General Motors nehmen kein Ende. Kurz, nachdem GM-Chefin Mary Barra die firmeninternen Versäumnisse vergangene Woche erstmals öffentlich ansprach, startete das Unternehmen vier weitere Rückrufe. Weltweit sind davon mehr als 100.000 Fahrzeuge betroffen.

Die Zahl der GM-Rückrufe seit Jahresbeginn erhöht sich damit auf 34. Allein dieses Jahr mussten 15,9 Millionen Fahrzeuge der General Motors-Tochtermarken zur Überprüfung oder Nachbesserung in die Werkstatt. Mit der jüngsten Rückrufserie fordert der Konzern immerhin "nur" 105.700 Fahrzeughalter auf, ihre Autos kontrollieren zu lassen - 89.100 Fahrzeuge in den USA sowie 16.600 Pkw im Rest der Welt seien betroffen, teilte General Motors am Freitag in Detroit mit.

Modelle der Marken Chevrolet, GMC und Buick betroffen

Der größte der vier Rückrufe umfasst verschiedene SUV- und Pick-up-Modelle der Marken Chevrolet und GMC. Hier können nach Konzernangaben die Warntöne für geöffnete Türen bei steckendem Zündschlüssel sowie die akustischen Warnsignale bei Missachtung der Anschnallpflicht ausfallen. Des Weiteren ruft GM etwas mehr als 30.000 Kompaktfahrzeuge von Buick und Chevrolet sowie einige wenige Kleinwagen beider Marken zurück, bei denen Probleme mit den Airbags, den Gurtstraffern oder der Airbag-Anzeige auftreten können. Ein ähnliches Problem betrifft das aktuelle Modelljahr der Chevrolet Corvette Stingray.

Bei den neuen Rückrufen handelt es sich nach GM-Angaben allerdings um reine Präventionsmaßnahmen. Es seien bislang keine Unfälle im Zusammenhang mit den bekannten Fehlern aufgetreten, ließ das Unternehmen in einer Pressemitteilung verlauten.

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