Der neue Kia Stinger GT zeigt, wohin die Marke aus Südkorea strebt: Eigenständiges Design, langer Radstand und jede Menge Power sollen der etablierten Konkurrenz im Segment der Sportlimousinen und Fließheck-GTs das Fürchten lehren. Ist der Stinger GT ein Stachel im Fleisch der Wettbewerber?

Kia präsentiert auf der diesjährigen Auto Show in Detroit ein völlig neues Fahrzeug. Und dabei handelt es sich nicht etwa um einen weiteren Klein- oder Kompaktwagen, sondern um eine ausgewachsene Sportlimousine mit Premium-Ambitionen. Der Kia Stinger GT – wie das Auto in seiner leistungsstärksten Ausbaustufe heißt – macht auf den ersten Blick klar, dass Kia längst kein Kleinwagenhersteller mehr ist. Und: Der selbstbewusst designte Gran Turismo soll bald auch in Deutschland zu haben sein. Hierzulande hat er es dann mit Nebenbuhlern wie dem BMW 4er Gran Coupé, dem Audi A5 Sportback oder dem bald startenden Nachfolger des VW CC zu tun. Denn designt wurde das Auto in Frankfurt unter der Regie des ehemaligen VW-Designers Peter Schreyer.

Kia Stinger mit satter Performance

Und auch unter dem Blech waren deutsche Ingenieure an der Entwicklung des Stinger beteiligt. So hat etwa der Ex-BMW-Entwickler Albert Biermann bei der Abstimmung des Langstrecken-Sportlers mitgewirkt. Die Basis kann sich zumindest sehen lassen: Auf 4,83 Meter Länge streckt sich die Fließheck-Karosserie und weist einen überaus langen Radstand von 2,91 Meter auf. Der Motor sitzt vorn längs im Bug und treibt entweder die hinteren oder wahlweise gleich alle Räder an.

In den USA werden zunächst zwei Benzinmotoren verfügbar sein. Der Basismotor schöpft etwa 260 PS aus zwei Litern Hubraum. Flankiert wird er von der vorläufigen Topversion mit 3,3 Litern Hubraum, sechs Zylindern in V-Bauform und knapp 370 PS – nur in dieser Variante erhält das Auto auch das "GT" im Namen. Mit 510 Newtonmeter Drehmoment im Gepäck soll dem Stinger GT der Sprint auf Landstraßentempo in 5,1 Sekunden gelingen. Maximal beschleunigt der Viertürer dann auf 269 km/h. Gebremst wird mit einer Brembo-Bremse.

Deutschland-Start steht noch in den Sternen

Auch im Innenraum strebt der Kia Stinger mindestens eine Stufe höher als die übrigen Modelle des Herstellers: Leder und Soft-Touch-Oberflächen bespannen das eigenständige Interieur-Design der Sportlimousine. Ende 2017 soll das Auto auf dem US-Markt verfügbar sein. Wann genau der Kia Stinger allerdings in Deutschland zu den Händlern rollt, ist noch nicht zu erfahren.

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