Ein SUV-Modell stand bei Ferrari bislang offiziell nicht zur Debatte. Doch der Druck auf den Hersteller seitens des Marktes scheint zu wachsen. Kommt das Ferrari-SUV nun doch? In Maranello scheint das so gut wie sicher zu sein: Es wird offenbar nur noch über die Anzahl der Exemplare verhandelt.

Bei Lamborghini ist es nahezu serienreif, Alfa Romeo hat es getan, Maserati schon davor, Jaguar kennt man nicht mehr ohne und für Porsche ist es quasi zum Aushängeschild geworden: Das SUV tritt über sämtliche allen voran sportliche Automarken hinweg seinen Siegeszug an. Nur ein kleiner Hersteller aus dem Norden Italiens widersetzte sich bislang beharrlich gegen den globalen Trend zum automobilen Hochsitz – Ferrari. Nach aktuellen Medienberichten scheint es nun aber in Maranello zu rumoren. Angeblich wird schon gar nicht mehr darüber gestritten, ob man nun ein SUV-Modell auflegt, sondern wie viele Exemplare man davon bauen soll.

Spätestens im Frühjahr soll bei Ferrari Klarheit herrschen

Fiat-Chrysler-Konzernboss Sergio Marchionne erklärte jetzt gegenüber Bloomberg: Aktuell werde unternehmensintern entschieden, wie viele Exemplare eines solchen Fahrzeuges innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre gebaut werden sollen. Das heißt jedoch noch nicht zwingend, dass sich die Ferrari-Obersten für eine größere Anzahl entscheiden – auch die Null ist bekanntlich eine Zahl. Immerhin ist das Thema Exklusivität, das meist eine gewisse Knappheit an Fahrzeugen voraussetzt, ein sehr großes Thema bei Ferrari.

Doch der Konzernchef schob in dem Interview nach, dass die Verhandlungen darüber "sehr ernst" seien. Im kommenden Frühjahr wollen die Italiener bekannt geben, was in den darauffolgenden fünf Jahren gebaut werden soll. Es ist als sehr wahrscheinlich zu betrachten, dass auf diesem Plan dann ein SUV, oder auch ein "FUV", wie Marchionne selbst formulierte, zu sehen sein wird.

Ferrari-SUV: Sport kommt vor Utility

Was auch immer da auf Ferrari-Fans und SUV-Jünger zukommt, ob es sich nun SUV oder auch anders nennt: Es soll ein echter Ferrari bleiben, der vermutlich aber die Erkennungsmerkmale typischer SUV- beziehungsweise Crossover-Modelle tragen wird. Dazu gehören eine leicht angehobene Karosserie, vier Türen und größere Räder. Dass sich die Marke mit dem springenden Pferd dabei an einem leicht getunten Modell eines Alfa Romeo Stelvio orientieren wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Benchmark dürfte dann eher der Lamborghini Urus werden, der noch Ende dieses Jahres vorgestellt werden soll. Was mit dem derzeitigen Ferrari-Geschäftsführer Amedeo Felisa passiert, ist noch ungewiss. Er hatte einmal verkündet, dass es unter seiner Führung nie ein SUV der Marke Ferrari geben wird.

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