Nicht nur in den USA, sondern weltweit ärgern sich Autokunden über zunehmend unrealistische Herstellerangaben bezüglich des Verbrauchs. Ford musste auf Druck der zuständigen amerikanischen Behörde nun die Werte von sechs Modellen nach oben korrigieren. Betroffene Kunden entschädigt der Autobauer mit Beträgen zwischen 125 bis 1.050 US-Dollar.

Genau genommen korrigiert Ford die Verbrauchswerte von fünf Hybridmodellen sowie dem Ford Fiesta des Modelljahres 2014 nach unten. Doch das sind in den USA schlechte Nachrichten: Da hier der Verbrauch in "miles per gallon" (mpg) angegeben wird, deutet eine niedrige Zahl auf eine geringe Reichweite pro Tankfüllung und damit auf einen hohen Verbrauch hin. Unternehmensangaben zufolge entdeckte Ford die Fehler bei internen Tests und meldete sie der zuständigen Environmental Protection Agency (EPA).

200.000 Kunden werden für Mehrkosten entschädigt

Wie ein Ford-Sprecher "Focus Online" mitteilte, seien von den falschen Verbrauchsangaben nur US-Modelle betroffen, die in der Regel anders motorisiert sind als Ford-Modelle in Deutschland. Für die Ford-Kunden in den USA ist das zwar ärgerlich. Allerdings dürfen sie auch eine Entschädigung in Höhe von 125 bis 1.050 US-Dollar erwarten (rund 90 bis 800 Euro). Insgesamt wird der Autobauer mehr als 100 Millionen Dollar (knapp 75 Millionen Euro) für die Mehrkosten der Kunden aufbringen, berichtet die "Detroit News". Am meisten Geld erhalten Käufer des Lincoln MKZ, bei dem Ford den Verbrauch um umgerechnet rund 0,9 Liter pro 100 Kilometer nach oben korrigieren musste.

In Deutschland haben Kunden es schwerer, bei realitätsfernen Verbrauchsangaben gegen den Hersteller vorzugehen. Hier muss eine Klage erfolgen und der Verbrauch unter Laborbedingungen überprüft werden.

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