Ford will der Elektrifizierung der eigenen Flotte Nachdruck verleihen. Dafür will der Konzern innerhalb der nächsten fünf Jahre gleich 13 ausschließlich oder teilweise elektrisch angetriebene Modelle auf den Markt bringen.

Ford hat bereits sieben der 13 Elektroautos offiziell bestätigt. Sogar vor dem traditionsreichen Mustang, dem Inbegriff des kompakten Muscle-Cars, macht die Elektrifizierung offenbar nicht Halt. Ziel der ehrgeizigen Pläne der Amerikaner ist es, zum Marktführer bei elektrischen Fahrzeugen und autonomem Fahren aufzusteigen. Ein ambitioniertes Vorhaben, sehen sich doch auch andere Hersteller in diesem Bereich in der Rolle des Vorreiters.

Diese Elektroautos plant Ford

Zu den sieben bereits angekündigten Elektroautos zählen drei bereits bekannte und vier neue Modelle. Bei den Bekannten handelt es sich um Hybrid-Versionen des besonders in den USA beliebten Pickup F-150, des Transit sowie der angesprochenen Ikone unter den klassischen amerikanischen Sportwagen, dem Mustang. Der Verlust des markerschütternden V8-Klanges muss indes nicht befürchtet werden. Ford möchte die entsprechenden Fahrzeuge durch den Einsatz der neuen Technologien vor allem effizienter und kraftvoller, nicht aber weniger emotional machen.

Da es sich bei zwei der vier weiteren Elektroautos um neue Einsatzfahrzeuge für die Polizei handeln soll, sind für Privatpersonen lediglich noch zwei verbleibende Fahrzeuge von Interesse. So will Ford bis 2020 ein komplett neues, kompaktes und rein elektrisch angetriebenes SUV auf Markt bringen. Die Reichweite wird dabei mit mindestens 300 Meilen (rund 480 Kilometer) veranschlagt. Damit wäre das Modell nicht nur konkurrenzfähig, sondern auf einem Niveau mit dem derzeitigen Platzhirsch Tesla Modell X. Das zweite Modell, dessen Start für 2021 und zuerst in Nordamerika geplant ist, soll vollkommen autonom fahren können. Dementsprechend richtet es sich vor allem an Anbieter von Mobilitäts-Dienstleistungen.

Umfangreiche Investitionen geplant

Damit die gesteckten Ziele auch zu erreichen sind, investiert Ford im großen Stil. Das nötige Budget ist nicht zuletzt dadurch vorhanden, dass gerade erst die Pläne für eine neue 1,6 Milliarden Dollar teure Fabrik in Mexiko wieder in der Schublade verschwanden. Stattdessen wird die Infrastruktur der vorhandenen Produktionsstätte in Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan mit 700 Millionen Dollar modernisiert. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Produktion von elektrischen Fahrzeugen und autonomes Fahren gelegt.

Das gesamte Investitionsprogramm in innovative Technologien und elektrische Fortbewegungsmittel soll sogar 4,5 Milliarden Dollar umfassen. Auslöser dieser neuen Strategie, die sich auf etwa 40 Prozent der Produktpalette erstreckt, ist die zunehmende Akzeptanz der Elektromobilität und die damit einhergehende Nachfrage nach umweltfreundlichen und verbrauchsarmen Fahrzeugen.

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