In den 1980er Jahren verkaufte ein GM-Mitarbeiter illegal Prototypen, die eigentlich in der Schrottpresse landen sollten. Erst als ein Käufer ein Teil an seinem Auto entdeckte, dass er nicht in der Betriebsanleitung finden konnte, fliegt alles auf. Diese skurrile Geschichte hat jetzt ein FBI-Agent ausgeplaudert.

Auf der Internetseite "deadlinedetroit.com" packt der FBI-Agent Greg Stejskal eine skurrile Geschichte über illegal verkaufte Prototypen durch einen Mitarbeiter von General Motors (GM) aus. Demnach war es Jack Clingsmith, ein leitender Angestellter beim Prototypenprogramm der GM-Marke Buick, der auf die Idee kam, kaum gebrauchte Testwagen an einen Händler weiterzuverkaufen, um damit satte Gewinne zu machen.

Prototypen sollten verschrottet werden

Über einige Mittelsmänner verhökerte Clingsmith die Autos an einen Händler, der für jeden der Wagen etwa 7.500 US-Dollar bezahlte. Ein echtes Schnäppchen für ein praktisch neues Fahrzeug. Diese Praxis war natürlich höchst illegal, da die Testwagen nach einigen Fahrten komplett zerstört hätten werden müssen, da es sich nicht um serienreife Modelle handelte.

Zwischen November 1984 und Dezember 1985 wurden auf diese Weise 13 Fahrzeuge durch Clingsmith verkauft, die eigentlich schon längst nicht mehr existieren sollten. Damit das nicht auffiel, überredete er den Händler, gefälschte Rechnungen auszustellen, auf denen man lesen konnte, dass die Autos verschrottet wurden.

Käufer informiert GM

Erst als ein Käufer bei der Reparatur seines vermeintlich kaum gebrauchten Serienmodells bemerkte, dass ein Teil des Autos nicht dem in der Bedienungsanleitung angegebenen entsprach, flog der Deal auf. Er informierte GM, das FBI wurde eingeschaltet und letztlich konnte Clingsmith den Ermittlungen nicht mehr standhalten. Alle Beteiligten erhielten im Januar 1987 eine moderate Gefängnisstrafe und mussten 60.000 US-Dollar an Entschädigung zahlen. Die Geschädigten Autokäufer erhielten von GM ebenfalls Schadensersatz.

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