Mit dem Chevrolet Camaro Track Concept wollen die Amerikaner beweisen, wie schnell man mit einem waschechten Muscle Car unterwegs sein kann. Der in grüner Hulk-Optik auf dem Genfer Autosalon präsentierte Bolide könnte schon bald als weitere Version des erfolgreichen Camaro zu haben sein.

Nach der kürzlich vorgestellten Corvette Grand Sport hat Chevrolet den Rundkurs gänzlich für sich entdeckt und präsentiert in Genf das Chevrolet Camaro Track Concept. Das Auto folgt dem gleichen Prinzip wie die Sport-Corvette: Der serienmäßige Motor wird mit einem modifizierten Fahrwerk, stärkeren Bremsen und geschliffener Aerodynamik kombiniert. Heraus kommt ein auf Rundenzeiten optimiertes Biest, das in Form des Camaro auch noch in giftgrünen Lack getunkt wurde.

Chevrolet Camaro Track Concept brodelt mit 453 PS

Doch wer beim Begriff "serienmäßiger Motor" an ein Stück technisches Graubrot denkt, muss sich beim Track-Camaro keine Sorgen machen. Der 6,2 Liter große V8-Sauger verfügt bereits im Serientrimm über satte 453 PS und ein maximales Drehmoment von 617 Newtonmetern – hier regiert ganz einfach der Hubraum. Zusätzlich hat das Sportmodell größere Motor-, Getriebe- und Differenzialkühlsysteme an Bord und liegt dank der geänderten Radaufhängung samt adaptivem Sportfahrwerk auch 30 Millimeter tiefer auf der Straße.

Die "Torque Vectoring" genannte Drehmomentverteilung bleibt selbstverständlich Teil des Pakets, hinzukommt ein elektronisches Sperrdifferenzial. Auch einen Track-Fahrmodus gibt es. Gebremst wird mit einer Hochleistungsbremse von Brembo, die mit innenbelüfteten und geschlitzten, 370 Millimeter großen Scheiben arbeitet. Die Optik des Autos wird neben der giftgrünen Farbe von einem Aero-Paket mit markanterem Frontsplitter, Heckdiffusor und Seitenschwellern dominiert. Zweifellos erkennbar ist das Camaro Track Concept am farblich abgesetzten und dreiteiligen Heckspoiler.

Gummiwalzen von Goodyear halten den Muskelprotz am Boden

Der Camaro steht auf tiefschwarzen 20-Zoll-Alurädern, die mit Goodyear Eagle F1 Supercar-Pneus bereift sind. An der Hinterachse sind die Gummis schlappe 305 Millimeter breit, vorne sind es immerhin noch 285 Millimeter. Farblich passend sind die Streifen über Motorhaube, Dach und Heck gestaltet. Letzteres trägt zudem modifizierte Rückleuchten mit Rauchglas-Optik. Der Innenraum des Wagens unterscheidet sich vom Serienmodell durch Recaro-Sportsitze, ein unten abgeflachtes Lenkrad mit griffigem Alcantarabezug und einer schicken Alu-Pedalerie.

In Kürze sollen alle verbauten Komponenten auch bei europäischen Chevrolet-Händlern verfügbar sein. Ob der Hersteller sich auch aufschwingt, die gezeigten Elemente als neues Gesamtpaket oder gar als Camaro Grand Sport anzubieten, ist noch nicht bekannt.

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