2015 soll mit dem Hyundai ix35 Fuel Cell das erste von vielen Wasserstoffautos in Serie gehen. Nahezu alle großen Hersteller haben eigene Projekte in Entwicklung. Doch die Zukunftsprognosen für die Technologie sehen derzeit nicht gerade rosig aus. Eine aktuelle Statistik belegt, dass das weltweite Netz an Wasserstoff-Tankstellen derzeit schrumpft.

Sie könnten den Straßenverkehr revolutionieren und deutlich umweltfreundlicher machen, doch derzeit sehen die Prognosen für Wasserstoffautos nicht positiv aus. Wie eine Auswertung des Internetportals "H2stations.org" für den März 2014 ergeben hat, gibt es aktuell weniger Wasserstoff-Tankstellen weltweit, als dies noch vor einem Jahr der Fall war. Demnach sank die Zahl von 208 auf nur noch 168 Stationen. Zwar gab es im vergangenen Jahr immerhin elf Neueröffnungen, doch deutlich mehr Wasserstoff-Tankstellen haben ihr Angebot im Laufe des letzten Jahres eingestellt.

Mittelfristiger Erfolg von Wasserstoffautos unwahrscheinlich

In Deutschland gibt es aktuell 26 Stationen, die Wasserstoff anbieten - das sind sieben weniger als noch vor einem Jahr. Der zu verzeichnende Rückgang liegt laut der Webseite, die unter anderem vom TÜV Süd betrieben wird, daran, dass viele Tankstellen lediglich im Rahmen von Forschungsprojekten betrieben wurden. Sind diese abgeschlossen, schließen die Tankstellen. Kommen in den nächsten Jahren die ersten serienreifen Wasserstoffautos auf den Markt, würden viele Tankstellen jedoch wieder öffnen, prophezeit das Internetportal.

Dass Wasserstoffautos in naher Zukunft das Straßenbild prägen werden, erscheint dennoch unrealistisch. Neben der wenig ausgebauten Tankstellen-Infrastruktur machen auch die hohen Kosten für die Brennstoffzellentechnik einen mittelfristigen Erfolg unwahrscheinlich. Werden die CO2-Grenzwerte allerdings immer weiter verschärft, werden die Hersteller womöglich mit neuem Elan kostengünstigere Wasserstoffautos entwickeln.

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