Da blutet das Herz von Supersportwagen-Fans: Im Schweden hat ein Werksfahrer den Koenigsegg Agera RS Gryphon bei Testfahrten in den Graben gesetzt - und das, kurz bevor das Unikat im Wert von gut zwei Millionen Euro an den Käufer ausgeliefert werden sollte. Dieser zeigt sich aber versöhnlich.

Bei seiner Vorstellung auf dem Genfer Autosalon dieses Jahres war der Koenigsegg Agera RS Gryphon eines der Highlights auf dem Stand der Schweden. Das mit 24-karätigem Echtgold verzierte Unikat ist nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr teuer. Gut zwei Millionen Euro soll der Supersportwagen kosten. Einen Käufer fand das exklusive Hypercar trotzdem schnell. Der Millionär Manny Khoshbin sicherte sich das Einzelstück - doch fahren wird er es nie.

Agera RS Gryphon bei Testfahrt gecrasht

Denn kurz vor der Auslieferung kam der Gryphon bei Testfahrten von der Strecke ab und landete im Graben. Zahlreiche Anbauteile am Supersportwagen wurden zerstört. Das sündhaft teure Einzelstück ist jetzt ein Unfallwagen. Angesichts des materiellen Verlustes zeigte sich der Käufer auf seiner Instagram-Seite entsprechend geknickt und schrieb unter ein Bild des verunfallten Unikats: "Ja, es ist wahr. Ich bin traurig, euch mitteilen zu müssen, dass mein Gryphon bei einem Test mit einem Werksfahrer von der Straße abgekommen ist und beschädigt wurde."

Wer nun aber glaubt, dass der Käufer vor Wut aus dem Häuschen war, täuscht sich. Ganz im Gegenteil: Manny Khoshbin lobte die schwedische Sportwagen-Manufaktur in den höchsten Tönen: "Zum Glück wurde niemand verletzt und ich wurde noch am selben Tag von Tariq und Christian (Koenigsegg) kontaktiert. Beide entschuldigten sich und machten mir verschiedene Angebote. Besonders schön ist, dass der Gryphon repariert wird und als Testfahrzeug weitergenutzt wird. Mir wird ein neuer Agera RS mit einzigartigen Spezifikationen gebaut. Ich muss sagen, dass ich noch nie mit einem so aufrichtigen und professionellen Hersteller gehandelt habe. Unfälle passieren, aber die Antwort ist das, was sie ausmacht."

Neues Unikat mit über 1.360 PS?

Wie der neue Koenigsegg Agera RS von Manny Khoshbin aussehen wird, darauf sind jetzt viele gespannt. Klar dürfte jedoch sein, dass das gute Stück noch exklusiver als das verunfallte Unikat werden dürfte. Die Community munkelt unterdessen schon, dass der Neue sogar noch mehr Leistung als der Gryphon unter der Haube haben könnte. Das Sondermodell verfügte bereits über den 1.360 PS starken Motor aus dem Koenigsegg One:1. Der normale Agera RS leistet 1.160 PS.

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